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Materia medica · Nr. 1640

Genista tinctoria

Genist.

In 62 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Genista tinctoria, der Färberginster, ist ein wenig geprüftes Mittel aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Die überlieferten Zeichen sind durchweg niedrig graduiert und betreffen vor allem Kopf und Schwindel: nachmittägliche Kopfschmerzen, ein Gefühl von Lockerheit im Gehirn und Schwindel beim Aufrichten oder Drehen des Kopfes. Kennzeichnend ist die Besserung des Kopfschmerzes nach dem Essen.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZu Gemüt und Wesensart liegen keine Rubriken vor. Das Mittel wird nach den Kopf- und Schwindelzeichen sowie nach den Tageszeiten gewählt.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütssymptome verzeichnetDas Mittel wird nach körperlichen Zeichen bestimmt

Für Genista tinctoria liegen keine Gemütsrubriken vor, und auch die klassische Materia medica beschreibt keine seelische Charakteristik. Die wenigen überlieferten Prüfungszeichen stammen aus einer schmalen Untersuchung und betreffen Kopf, Schwindel, Magen und Haut. Ein Gemütsbild lässt sich daraus nicht ableiten; jede Ausformung wäre erfunden. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die auffälligen Zeitangaben — nachmittägliche Verschlimmerung — und auf die Besserung des Kopfschmerzes nach dem Essen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet, In der klassischen Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz in Stirn und Schläfen, nachmittags zunehmend
Schneidender Schmerz in der linken Schläfe
Gefühl, das Gehirn sei locker und bewege sich
Schwindel beim Aufrichten, beim Drehen und beim Schütteln des Kopfes
Besserung des Schwindels an frischer Luft
Aufstoßen mit Wasserzusammenlauf, besonders nachts
Zusammenfließende Ausschläge an Händen und Füßen
Verschlechterung
  • Nachmittags, besonders für den Kopfschmerz
  • Beim Aufrichten aus dem Sitzen oder Liegen
  • Beim Drehen oder Schütteln des Kopfes
  • Nachts, für das Aufstoßen
Verbesserung
  • Nach dem Essen und nach dem Mittagsmahl, für den Kopfschmerz
  • Frische Luft, für den Schwindel
  • Ruhige Kopfhaltung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Kopfschmerzen mit nachmittäglicher Verschlimmerung, in Repertorien aufgeführtKopfschmerz, der sich nach dem Essen bessertSchwindel beim Aufrichten und beim KopfdrehenAufstoßen mit WasserzusammenlaufAusschläge an Händen und Füßen

Abgrenzung

Für Kopfschmerz mit Besserung nach dem Essen sind Anacardium orientale und Psorinum die deutlich besser belegten Mittel; Anacardium zeigt zusätzlich das Gefühl eines Pfropfens und ein zwiespältiges Gemütsbild. Schwindel beim Aufrichten mit Besserung an frischer Luft wird häufiger Pulsatilla oder Bryonia zugeordnet. Genista tinctoria bleibt ein Mittel der schmalen Prüfung und kommt vor allem dann in Betracht, wenn die genannte Zusammenstellung — Nachmittagskopfschmerz, Besserung nach dem Essen, Schwindel beim Kopfdrehen — auffällig zusammentrifft.

Verwandte Mittel

Anacardium orientalePulsatilla pratensisBryonia albaCyclamen europaeumSarothamnus scoparius

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.