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Materia medica · Nr. 3629

Gardenia jasminoide

Gard-j.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Gardenia jasminoides ist die Gardenie, ein immergrüner Strauch aus der Familie der Rötegewächse, dessen stark duftende weiße Blüten und dessen Früchte in Ostasien seit langem als Färbe- und Heilmittel verwendet werden. In der homöopathischen Literatur ist sie ein sehr junges und wenig geprüftes Mittel; klassische Prüfungen liegen nicht vor. In OpenHomeopath ist bislang eine einzige Rubrik verzeichnet: die Empfindung, in Gefahr zu sein.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Ein Konstitutionstyp ist für dieses Mittel nicht beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie einzige verzeichnete Rubrik betrifft die Empfindung einer drohenden Gefahr. Weitergehende Temperamentszüge sind nicht gesichert überliefert. Die Familie der Rubiaceae, zu der auch Coffea und China gehören, wird in der neueren Literatur mit Empfindlichkeit und Übererregbarkeit der Sinne in Verbindung gebracht; für Gardenia jasminoides selbst ist das nicht belegt.

Gemütsbild

Empfindung, es drohe Gefahr oder ein UnglückKein weiteres geprüftes Gemütsbild überliefertIn der Familienzuordnung: Empfindlichkeit und Übererregbarkeit

Das Gemütsbild dieses Mittels besteht im vorliegenden Datenbestand aus einer einzigen Angabe: der Wahnidee beziehungsweise Empfindung, es werde ein Unglück geschehen. Alles Weitere wäre Ausdeutung. Gardenia jasminoides gehört zu den Rubiaceae, jener Pflanzenfamilie, aus der mit Coffea cruda, China officinalis und Ipecacuanha mehrere breit geprüfte Mittel stammen; die neuere Literatur beschreibt für diese Familie eine gesteigerte Empfindlichkeit der Sinne und eine Neigung zu Übererregung. Ob und wie weit das auf die Gardenie zutrifft, ist offen - eine Arzneiprüfung, die diesen Zusammenhang belegt, liegt nicht vor.

Ängste: Furcht, es werde ein Unglück geschehen, Weitere Ängste sind nicht überliefert

Leitsymptome

Empfindung von Gefahr - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Körperliche Leitsymptome sind aus Arzneiprüfungen nicht überliefert
Die traditionelle ostasiatische Verwendung des Ausgangsstoffes bei Hitzezuständen ist kein homöopathischer Prüfungsbefund
Verschlechterung
  • Keine Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Abneigungen im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Empfindung von Gefahr und drohendem Unglück - einzige RepertoriumsrubrikÜber weitere Anwendungsbereiche liegen keine belastbaren Angaben vorIn der klassischen Materia medica ist das Mittel nicht enthalten

Abgrenzung

Aconitum napellus ist das klassische Mittel für die plötzliche, heftige Furcht vor einem drohenden Unglück und durch die Unruhe und den plötzlichen Beginn deutlich gezeichnet. Coffea cruda und China officinalis stammen aus derselben Pflanzenfamilie und sind breit geprüft. Gardenia jasminoides steht demgegenüber ohne eigene Symptomenzeichnung; eine Abgrenzung anhand des Repertoriums ist bei einer einzigen Rubrik nicht möglich.

Verwandte Mittel

Coffea crudaChina officinalisIpecacuanhaAconitum napellus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.