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Materia medica · Nr. 325

Gambogia

Gamb.

In 1.212 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Gambogia, das Gummiharz des südostasiatischen Gummiguttbaums, wird in der Materia medica als ausgesprochenes Durchfallmittel beschrieben. Kennzeichnend ist eine reichliche, wässrige Entleerung, die mit großer Gewalt und wie im Strahl hervorschießt und danach deutliche Erleichterung bringt. Vorausgehend sind kollernde, rumpelnde Bauchgeräusche und krampfartige Schmerzen.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben; das Mittel wird über die akute Darmsymptomatik beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen in den Rubriken keine belastbaren Angaben vor. Die Literatur beschreibt das Mittel im Wesentlichen über den Verdauungstrakt und entwickelt kein eigenständiges seelisches Bild.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittelbild ist auf den Verdauungstrakt konzentriert

Zu Gambogia liegen in den vorliegenden Rubriken keine Gemütssymptome vor. Auch die klassische Materia medica beschreibt das Mittel fast ausschließlich über Bauch, Mastdarm und Stuhl; ein seelisches Grundthema wird nicht überliefert. Verzeichnet ist lediglich ein Traum vom Tanzen in niedrigstem Grad, was für eine Charakterisierung nicht ausreicht. Angaben zum Gemüt sollten deshalb unterbleiben oder ausdrücklich als nicht belegt gekennzeichnet werden.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Reichlicher, dünnflüssiger, wässriger Durchfall, der plötzlich und mit großer Gewalt wie im Strahl hervorschießt
Gelber bis grüner, übelriechender Stuhl
Deutliche Erleichterung nach dem Stuhlgang: Bauchschmerz, Drang und Afterschmerz lassen anschließend nach
Kollernde, rumpelnde und gurgelnde Bauchgeräusche vor der Entleerung
Krampfartige Bauchschmerzen vor dem Stuhlgang; Gefühl von Leere und Spannung im Bauch
Wundheit und Brennen des Afters während des Durchfalls
Neigung zum Vorfall des Mastdarms, besonders während des Stuhlgangs und bei Durchfall
Erbrechen während des Durchfalls; abendlicher Durst
Durchfall bei heißem Wetter und bei kleinsten Abweichungen von der gewohnten Kost
Verschlechterung
  • Heißes Wetter und Sommerhitze
  • Kleinste Diätfehler
  • Nach dem Essen
  • Morgens und vormittags, auch nachts
  • Vor dem Stuhlgang
Verbesserung
  • Nach dem Stuhlgang, deutlich und kennzeichnend
  • Abgang von Winden am Abend
  • Ruhe
  • In den vorliegenden Rubriken nicht weiter ausgewiesen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei reichlichem, wässrigem Durchfall mit heftiger Entleerung aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Durchfall in der warmen JahreszeitBei Erleichterung nach dem Stuhlgang verzeichnetBei Wundheit und Brennen des Afters genanntBei Neigung zum Mastdarmvorfall in der Literatur beschrieben

Abgrenzung

Aloe teilt den plötzlichen Stuhldrang mit Unsicherheit beim Windeabgang, zeigt aber ausgeprägte Schwere und Völle im Becken. Podophyllum hat den morgendlichen, schmerzlosen Durchfall, der ebenfalls hervorschießt, jedoch mit anschließender großer Schwäche statt Erleichterung. Croton tiglium entleert unmittelbar nach Essen und Trinken wie aus einem Rohr, mit gelbem, wässrigem Stuhl. Für Gambogia spricht die deutliche und anhaltende Erleichterung nach dem Stuhlgang.

Verwandte Mittel

AloePodophyllumCroton tigliumColocynthisVeratrum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.