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Materia medica · Nr. 1629

Galium aparine

Gali.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Galium aparine, das Kletten-Labkraut, ist ein altes Volksheilkraut, das in der Homöopathie als kleines Harnwegs- und Hautmittel geführt wird. Das Repertorium verzeichnet vor allem Blasensteine, sandiges Harnsediment und eine gereizte Blase, dazu Schuppenflechte und Geschwüre der Haut. In der älteren Literatur wird die Pflanze außerdem im Zusammenhang mit bösartigen Geschwülsten genannt.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp beschrieben; im Vordergrund stehen Menschen mit Steinbildungsneigung der Harnwege und mit chronischen Hautleiden.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentFür Galium aparine ist kein charakteristisches Temperament überliefert. Die Materia medica beschreibt das Mittel körperlich, mit Schwerpunkt auf Harnwegen und Haut. Die Bestimmung erfolgt über die Sedimentbeschaffenheit des Urins und die Art der Hautveränderungen.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturKeine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetMittel wird über Harnwegs- und Hautangaben bestimmt

Das Repertorium enthält für Galium aparine keine Gemütsrubriken. Die überlieferte Materia medica geht auf das seelische Bild nicht ein; sie beschreibt die Pflanze als Mittel der Harnwege, der Haut und der Lymphe. Eine Prüfung, aus der sich ein Gemütsbild ableiten ließe, liegt nicht in ausgearbeiteter Form vor. Was in der Praxis begegnet, ist die Zermürbung durch anhaltenden Harndrang und durch langwierige Hautleiden; beides sind allgemeine Begleiterscheinungen und keine Kennzeichen des Mittels. Eine weitergehende seelische Beschreibung wird hier bewusst unterlassen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Sandiges, grießartiges Harnsediment mit kleinen Konkrementen - die kennzeichnende Angabe des Mittels
Blasensteine
Reizbare Blase mit häufigem Harndrang
Schuppenflechte (Psoriasis) und andere chronische Hautausschläge
Geschwüre der Haut, in der Literatur besonders bei schlecht heilenden Wunden genannt
In den Repertorien bei Krebsleiden aufgeführt, entsprechend der Verwendung der Pflanze in der älteren Literatur
Verschlechterung
  • Wasserlassen bei bestehender Blasenreizung
  • Zurückhalten des Harns
Verbesserung
  • Reichliches Trinken und ausgiebiges Wasserlassen
  • In der Literatur sonst nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Harngrieß und SandsedimentBlasensteineReizblaseSchuppenflechteSchlecht heilende Hautgeschwüre

Abgrenzung

Berberis vulgaris ist bei Harnsteinen mit ausstrahlenden Schmerzen von der Nierengegend und wechselnden Sedimentfarben deutlich breiter belegt. Epigea repens steht Galium aparine im Sandsediment und in den Blasenangaben sehr nahe, betont jedoch die Strangurie und den Schmerz im Harnleiter. Für die Schuppenflechte sind Arsenicum album, Sepia und Petroleum ausgearbeiteter. Bei den Angaben zu Geschwüren und Lymphe wird Galium aparine in der älteren Literatur neben Conium maculatum und Hydrastis canadensis genannt.

Verwandte Mittel

Berberis vulgarisEpigea repensSarsaparillaHydrastis canadensisConium maculatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.