Galium aparine, das Kletten-Labkraut, ist ein altes Volksheilkraut, das in der Homöopathie als kleines Harnwegs- und Hautmittel geführt wird. Das Repertorium verzeichnet vor allem Blasensteine, sandiges Harnsediment und eine gereizte Blase, dazu Schuppenflechte und Geschwüre der Haut. In der älteren Literatur wird die Pflanze außerdem im Zusammenhang mit bösartigen Geschwülsten genannt.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturKeine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetMittel wird über Harnwegs- und Hautangaben bestimmt
Das Repertorium enthält für Galium aparine keine Gemütsrubriken. Die überlieferte Materia medica geht auf das seelische Bild nicht ein; sie beschreibt die Pflanze als Mittel der Harnwege, der Haut und der Lymphe. Eine Prüfung, aus der sich ein Gemütsbild ableiten ließe, liegt nicht in ausgearbeiteter Form vor. Was in der Praxis begegnet, ist die Zermürbung durch anhaltenden Harndrang und durch langwierige Hautleiden; beides sind allgemeine Begleiterscheinungen und keine Kennzeichen des Mittels. Eine weitergehende seelische Beschreibung wird hier bewusst unterlassen.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Wasserlassen bei bestehender Blasenreizung
- Zurückhalten des Harns
- Reichliches Trinken und ausgiebiges Wasserlassen
- In der Literatur sonst nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Verlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Harngrieß und SandsedimentBlasensteineReizblaseSchuppenflechteSchlecht heilende Hautgeschwüre
Abgrenzung
Berberis vulgaris ist bei Harnsteinen mit ausstrahlenden Schmerzen von der Nierengegend und wechselnden Sedimentfarben deutlich breiter belegt. Epigea repens steht Galium aparine im Sandsediment und in den Blasenangaben sehr nahe, betont jedoch die Strangurie und den Schmerz im Harnleiter. Für die Schuppenflechte sind Arsenicum album, Sepia und Petroleum ausgearbeiteter. Bei den Angaben zu Geschwüren und Lymphe wird Galium aparine in der älteren Literatur neben Conium maculatum und Hydrastis canadensis genannt.
Verwandte Mittel
Berberis vulgarisEpigea repensSarsaparillaHydrastis canadensisConium maculatum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.