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Materia medica · Nr. 1618

Galega officinalis

Galeg.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Galega officinalis, die Geißraute, ist ein Schmetterlingsblütler der europäischen Wiesen und Ufer, der in der Volksmedizin seit langem mit der Milchbildung stillender Frauen in Verbindung gebracht wird. In der Homöopathie ist das Mittel nur klein geprüft; die wenigen Repertoriumseinträge kreisen um die weibliche Brust und die Milchabsonderung sowie um allgemeine Schwäche und Schmerzen in Nieren- und Rückengegend. Ein ausgearbeitetes Konstitutionsbild liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauKein eigenes Konstitutionsbild in der Literatur beschrieben; die Angaben beziehen sich auf einzelne Beschwerdebilder, nicht auf einen Körpertyp.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Prüfungsangaben vor. Beschrieben wird vor allem eine allgemeine Erschöpfung, wie sie mit Stillzeit und Auszehrung in Verbindung gebracht wird. Weitergehende Charakterzüge werden in der Literatur nicht dargestellt.

Gemütsbild

keine charakteristischen Gemütssymptome geprüftallgemeine Erschöpfung im VordergrundSchwerpunkt der Überlieferung liegt auf der Körperebene

Zu Galega officinalis sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome verzeichnet. Die klassische Materia medica führt das Mittel als kleines Arzneimittel mit engem Anwendungsfeld. Was an Allgemeinsymptomen genannt wird, ist Schwäche und Kraftlosigkeit, die eher als körperliche Erschöpfung denn als seelische Verstimmung beschrieben wird. Eine Gemütsanalyse wäre an dieser Stelle Erfindung und unterbleibt daher.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Beschwerden im Bereich der weiblichen Brust und der Milchabsonderung - der Schwerpunkt der Überlieferung, traditionell mit spärlicher Milchbildung in der Stillzeit in Verbindung gebracht
Allgemeine Schwäche und Kraftlosigkeit ohne fassbare andere Ursache
Schmerzen in der Nierengegend, in den Repertorien unter Nieren/Harnleiter aufgeführt
Rückenschmerzen, ohne nähere Charakterisierung der Art oder Ausstrahlung
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Stillzeit und körperliche Auszehrung werden als Umstände genannt, unter denen das Mittel klassisch erwogen wurde
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Ruhe wird allgemein bei Schwächezuständen genannt, ist für dieses Mittel aber nicht eigens belegt

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden der Milchabsonderung in der Stillzeit, klassisch das Hauptanwendungsgebiet der GeißrauteZustände allgemeiner SchwächeSchmerzen in Nierengegend und RückenBeschwerden der weiblichen Brust

Abgrenzung

Von Pulsatilla, dem großen Mittel bei Milchbildungsstörungen mit ausgeprägtem Gemütsbild, unterscheidet sich Galega dadurch, dass hier kein Gemüts- oder Konstitutionsbild vorliegt und die Zuordnung rein organbezogen erfolgt. Gegenüber China, das bei Schwäche nach Säfteverlust steht, fehlt Galega die charakteristische Empfindlichkeit und der Blähungsbezug. Wegen der schmalen Datenlage wird das Mittel in der Praxis meist symptombezogen und nicht als Konstitutionsmittel erwogen.

Verwandte Mittel

PulsatillaRicinus communisUrtica urensChina officinalisLac defloratum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.