Galega officinalis, die Geißraute, ist ein Schmetterlingsblütler der europäischen Wiesen und Ufer, der in der Volksmedizin seit langem mit der Milchbildung stillender Frauen in Verbindung gebracht wird. In der Homöopathie ist das Mittel nur klein geprüft; die wenigen Repertoriumseinträge kreisen um die weibliche Brust und die Milchabsonderung sowie um allgemeine Schwäche und Schmerzen in Nieren- und Rückengegend. Ein ausgearbeitetes Konstitutionsbild liegt nicht vor.
Konstitution
Gemütsbild
keine charakteristischen Gemütssymptome geprüftallgemeine Erschöpfung im VordergrundSchwerpunkt der Überlieferung liegt auf der Körperebene
Zu Galega officinalis sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome verzeichnet. Die klassische Materia medica führt das Mittel als kleines Arzneimittel mit engem Anwendungsfeld. Was an Allgemeinsymptomen genannt wird, ist Schwäche und Kraftlosigkeit, die eher als körperliche Erschöpfung denn als seelische Verstimmung beschrieben wird. Eine Gemütsanalyse wäre an dieser Stelle Erfindung und unterbleibt daher.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu
Leitsymptome
- Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Stillzeit und körperliche Auszehrung werden als Umstände genannt, unter denen das Mittel klassisch erwogen wurde
- Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Ruhe wird allgemein bei Schwächezuständen genannt, ist für dieses Mittel aber nicht eigens belegt
Verlangen und Abneigungen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Beschwerden der Milchabsonderung in der Stillzeit, klassisch das Hauptanwendungsgebiet der GeißrauteZustände allgemeiner SchwächeSchmerzen in Nierengegend und RückenBeschwerden der weiblichen Brust
Abgrenzung
Von Pulsatilla, dem großen Mittel bei Milchbildungsstörungen mit ausgeprägtem Gemütsbild, unterscheidet sich Galega dadurch, dass hier kein Gemüts- oder Konstitutionsbild vorliegt und die Zuordnung rein organbezogen erfolgt. Gegenüber China, das bei Schwäche nach Säfteverlust steht, fehlt Galega die charakteristische Empfindlichkeit und der Blähungsbezug. Wegen der schmalen Datenlage wird das Mittel in der Praxis meist symptombezogen und nicht als Konstitutionsmittel erwogen.
Verwandte Mittel
PulsatillaRicinus communisUrtica urensChina officinalisLac defloratum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.