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Materia medica · Nr. 1614

Gallium sulphuricum

Gal-s.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Gallium sulphuricum ist ein Mineralsalz aus dem Halbmetall Gallium und der Schwefelsäure. Es gehört zu den Mitteln, die erst durch die neuere, am Periodensystem orientierte Arzneimittellehre - vor allem in der Schule von Jan Scholten - in die homöopathische Literatur gekommen sind; klassische Arzneiprüfungen aus dem 19. Jahrhundert liegen nicht vor. In OpenHomeopath ist bislang eine einzige Rubrik verzeichnet: die Abneigung gegen Austern. Das Bild ist damit sehr schmal und beruht im Übrigen auf systematischen Überlegungen, nicht auf Prüfungssymptomen.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Ein Konstitutionstyp ist für dieses Mittel nicht beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentGesicherte Angaben fehlen. Die am Periodensystem orientierte Literatur ordnet Gallium der Eisenreihe zu und verbindet diese mit den Themen Arbeit, Pflichterfüllung und dem Punkt, an dem eine Aufgabe niedergelegt wird. Der Salzanteil sulphuricum wird dort mit Fragen von Ansehen und Versagensfurcht verknüpft. Diese Zuordnungen sind Deutungen des Systems und nicht durch Prüfungssymptome belegt.

Gemütsbild

Kein geprüftes Gemütsbild überliefertIn der Systematik der Eisenreihe: Aufgabe, Pflicht und deren NiederlegenIm Salzanteil sulphuricum: Fragen von Ansehen und Versagensfurcht

Für Gallium sulphuricum liegt kein aus Arzneiprüfungen gewonnenes Gemütsbild vor. Die neuere, am Periodensystem orientierte Literatur leitet mögliche Themen aus der Stellung des Elements ab: Gallium steht in der Eisenreihe, die dort mit Arbeit, Ausdauer und Pflicht verbunden wird, und zwar an einer Stelle, die als Nachlassen und Aufgeben einer übernommenen Aufgabe gedeutet wird. Der Schwefelsäureanteil wird mit dem Blick der anderen und der Sorge um das eigene Ansehen in Verbindung gebracht. Diese Beschreibungen sind Ableitungen aus einem System und sollten nicht mit geprüften Symptomen verwechselt werden. Die einzige Repertoriumsangabe betrifft eine Speiseabneigung und sagt über das Gemüt nichts aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Abneigung gegen Austern - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Weitere körperliche Leitsymptome sind aus Arzneiprüfungen nicht überliefert
Die Literatur beschreibt für dieses Salz kein eigenes Organbild
Verschlechterung
  • Keine Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Austern - die einzige verzeichnete Angabe des Mittels
  • Weitere Abneigungen sind nicht überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Abneigung gegen Austern - einzige RepertoriumsrubrikÜber weitere Anwendungsbereiche liegen keine belastbaren Angaben vorIn der klassischen Materia medica ist das Mittel nicht enthalten

Abgrenzung

Eine Abgrenzung anhand von Symptomen ist bei einer einzigen Rubrik nicht möglich. Innerhalb der Systematik steht Gallium metallicum als reines Element daneben, während Ferrum metallicum und Ferrum sulphuricum die breit geprüften Mittel derselben Reihe sind und ein umfassendes Bild von Schwäche, Blässe und Erschöpfung bei zugleich reizbarer Anspannung führen. Wer zwischen diesen Mitteln wählt, wird sich auf die geprüften Bilder stützen müssen.

Verwandte Mittel

Gallium metallicumFerrum metallicumFerrum sulphuricumZincum sulphuricumCuprum sulphuricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.