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Materia medica · Nr. 1604

Gadus morrhua

Gad.

In 25 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Gadus morrhua ist der Dorsch beziehungsweise Kabeljau; homöopathisch steht die Arznei in enger Nachbarschaft zum Lebertran (Oleum jecoris aselli), der aus derselben Fischart gewonnen wird. Die Literatur ordnet sie abgezehrten, schlecht genährten Menschen mit Neigung zu Brust- und Knochenbeschwerden zu. Auffällig sind ein tickendes Geräusch im Ohr, brennende Hitze der Handflächen und Kälte in der Hüftgegend. Mit 25 Rubriken bleibt das Bild schmal.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden magere, abgezehrte Menschen, die trotz Nahrungsaufnahme nicht zunehmen; die Literatur nennt bei der verwandten Zubereitung Lebertran ausdrücklich die Abmagerung.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen aus der Prüfung keine belastbaren Angaben vor. Die Quellen beschreiben vor allem Erschöpfung und Kraftlosigkeit bei Menschen in schlechtem Ernährungszustand. Ein ausgearbeitetes Wesensbild ist nicht überliefert.

Gemütsbild

kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErschöpfung bei schlechtem ErnährungszustandBeeinträchtigung durch die störenden Ohrgeräusche

Für Gadus morrhua sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Auch die Literatur zum verwandten Lebertran beschreibt vorwiegend körperliche Erscheinungen: Abmagerung, Schwäche, Husten, Knochenbeschwerden. Was an seelischer Beteiligung genannt werden kann, ergibt sich aus dem Zustand allgemeiner Erschöpfung und aus der Belästigung durch das eigentümliche tickende Ohrgeräusch, das den Betroffenen keine Ruhe lässt. Eine weitergehende Charakterisierung wäre nicht belegt.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Tickendes Geräusch im Ohr, wie das Ticken einer Uhr — das eigentümlichste Zeichen des Mittels
Ohrenschmerz, ausgelöst durch Geräusche
Trockene, brennende Hitze der Handflächen
Kältegefühl in der Hüftgegend
Husten und Brustbeschwerden bei abgezehrten Menschen; die ältere Literatur nennt in diesem Zusammenhang die Schwindsucht
Reißende Rückenschmerzen
Knochenbeschwerden
Asthmatische Atmung
Verschlechterung
  • durch Geräusche, die Ohrenschmerz auslösen
  • durch Kälte
  • Weitere Verschlimmerungsmodalitäten sind nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • durch Wärme
  • durch Ruhe
  • Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Ohrgeräusche mit tickendem CharakterHusten und Brustbeschwerden bei abgezehrten MenschenKnochenbeschwerdenbrennende Hitze der Handflächenreißende Rückenschmerzenasthmatische Atmung

Abgrenzung

Oleum jecoris aselli (Lebertran) stammt aus derselben Fischart und teilt das Bild der Abmagerung, des Hustens und der Knochenbeschwerden; es ist in der Literatur ausführlicher beschrieben und die erste Adresse in dieser Gruppe. Von Calcarea phosphorica, ebenfalls bei Knochen- und Wachstumsbeschwerden geführt, unterscheidet sich Gadus morrhua durch das schmale Prüfungsbild und die eigentümlichen Ohrgeräusche. Bei Tinnitus sind China officinalis und Chininum sulphuricum besser belegt.

Verwandte Mittel

Oleum jecoris aselliCalcarea phosphoricaChina officinalisSilicea

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.