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Materia medica · Nr. 1595

Fucus vesiculosus

Fuc.

In 12 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Fucus vesiculosus, der Blasentang, ist eine an den Felsküsten des Nordatlantiks verbreitete Braunalge mit hohem Jodgehalt. In der Materia medica steht sie im Zusammenhang mit der Schilddrüse und dem Stoffwechsel: Sie ist bei Kropfbildung und bei Fettleibigkeit aufgeführt, ebenso bei träger Verdauung mit Blähung. Kennzeichnend und im Repertorium am stärksten hervorgehoben ist ein Gefühl von Schwäche und Leere im Unterbauch.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden schwere, fülligere Menschen mit trägem Stoffwechsel, oft mit Schwellung am Hals im Sinne einer Kropfbildung, und mit dem Gefühl, im Unterbauch keine Spannkraft zu haben.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen keine eigenen Repertoriumsrubriken vor. Die Literatur beschreibt eine schwerfällige, träge Verfassung, wie sie bei nachlassender Schilddrüsentätigkeit geschildert wird: langsam in Gang kommend, rasch ermüdet, ohne rechten Antrieb.

Gemütsbild

Keine eigenständigen Gemütsrubriken verzeichnetSchwerfälligkeit und Trägheit im AntriebErmüdbarkeit ohne erkennbaren AnlassBelastung durch das anhaltende Schwächegefühl im Leib

Das Repertorium führt Fucus vesiculosus ohne Gemütsrubriken; das Mittel ist als Stoffwechselmittel überliefert. Was die Literatur zur Verfassung beschreibt, folgt dem körperlichen Bild: Trägheit, Schwerfälligkeit und rasche Ermüdung, wie sie eine nachlassende Schilddrüsentätigkeit mit sich bringt. Dazu kommt das durchgehende Gefühl von Schwäche und Leere im Unterbauch, das als Mangel an Halt und Spannkraft erlebt wird und den Eindruck der Kraftlosigkeit verstärkt. Ein durchgezeichnetes seelisches Bild lässt sich daraus nicht ableiten, und weitergehende Angaben wären nicht belegt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Gefühl von Schwäche und Leere im Unterbauch - die am höchsten bewertete Angabe des Mittels, ein Mangel an Halt und Spannkraft im Leib
Kropfbildung, Schwellung der Schilddrüse am Hals
In den Repertorien bei Fettleibigkeit aufgeführt, entsprechend dem Bezug auf den Stoffwechsel
Träge Verdauung mit Völlegefühl und Blähung
Verstopfung mit hartem Stuhl, wie sie die Literatur beschreibt
Schwerfälligkeit und rasche Ermüdung als allgemeiner Zug
Verschlechterung
  • Nach dem Essen, wegen der trägen Verdauung und Blähung
  • Kälte, entsprechend der Frostigkeit des Bildes
  • Anhaltende Ruhe und Bewegungsmangel
Verbesserung
  • Bewegung an frischer Luft
  • Leichte, maßvolle Kost

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien beim Gefühl von Schwäche und Leere im Unterbauch im höchsten hier vorliegenden Grad aufgeführtBei Kropfbildung genanntBei Fettleibigkeit verzeichnetBei träger Verdauung mit Blähung aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Zuständen mit nachlassender Schilddrüsentätigkeit

Abgrenzung

Iodum ist das große Jodmittel, dort jedoch mit Abmagerung trotz starken Hungers, Hitzeunverträglichkeit und Unruhe - also gerade umgekehrt zum trägen, frostigen Bild des Blasentangs. Spongia tosta teilt den Bezug zur Schilddrüse und zum Kropf, mit dem kennzeichnenden trockenen, bellenden Husten. Calcarea carbonica steht bei fülligen, frostigen Menschen mit trägem Stoffwechsel und Schweiß am Kopf. Für Fucus vesiculosus spricht die Verbindung von Kropfneigung, träger Verdauung und dem eigentümlichen Schwächegefühl im Unterbauch.

Verwandte Mittel

IodumSpongia tostaCalcarea carbonicaThyreoidinumGraphites

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.