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Materia medica · Nr. 1588

Fraxinus americana

Frax.

In 19 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Fraxinus americana, die Weiße Esche Nordamerikas, ist ein kleines, eng umgrenztes Frauenmittel. Die Repertorien führen es fast ausschließlich bei Zuständen der Gebärmutter auf: vergrößerte, nicht zurückgebildete Gebärmutter nach der Geburt, Senkung und Vorfall sowie Muskelknoten. Begleitend wird ein lähmiger, kraftloser Schmerz im Kreuz beschrieben.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Literatur beschreibt keinen eigenen Körpertyp; das Mittel wird nach dem lokalen Befund und nicht nach dem Konstitutionsbild gewählt.
Thermalitätfrostig
TemperamentIn der Materia medica wird kein ausgeprägtes Temperament überliefert. Beschrieben werden vor allem körperliche Erschöpfung und ein Gefühl von Schwere im Unterleib; kalte Füße und Frösteln werden als Begleiterscheinung genannt. Seelische Züge treten in den Prüfungsberichten nicht hervor.

Gemütsbild

Keine eigenständigen Gemütsrubriken überliefertErschöpfung und Schwere als vorherrschendes AllgemeingefühlBeschwerden stehen körperlich im Vordergrund

Zu Fraxinus americana liegen in der Datenbank keine Gemütsrubriken vor, und auch die klassische Materia medica beschreibt kein eigenes seelisches Bild. Das Mittel gehört zu den sogenannten Organmitteln: Es wurde vor allem wegen seiner Wirkung auf die Gebärmutter beobachtet und beschrieben, nicht wegen charakteristischer Gemütszeichen. Wo Autoren überhaupt etwas zum Befinden anmerken, nennen sie allgemeine Mattigkeit und den Wunsch, sich hinzulegen, wie sie bei anhaltenden Unterleibsbeschwerden häufig auftreten. Für eine Mittelwahl allein nach dem Gemüt bietet Fraxinus keine tragfähige Grundlage.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine eigenen Angstrubriken verzeichnet

Leitsymptome

Erscheinungen an der Gebärmutter mit Druck nach unten, in den Rubriken mit erhöhtem Grad geführt
Ausbleibende Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt (Subinvolution)
Senkung und Vorfall der Gebärmutter
Muskelknoten und Geschwülste der Gebärmutter, in den Rubriken eigens verzeichnet
Lähmiger, kraftloser Schmerz im Kreuz und in der Lendengegend
Kalte Füße und Frösteln als Begleiterscheinung
Verschlechterung
  • Längeres Stehen und Gehen
  • Körperliche Anstrengung und Heben
  • Zeit der Regelblutung
Verbesserung
  • Liegen, besonders für Kreuz und Unterleib
  • Ruhe und Wärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Erscheinungen an der Gebärmutter mit Druckgefühl nach unten, in Repertorien mit erhöhtem Grad aufgeführtAusbleibende Rückbildung der Gebärmutter nach der EntbindungSenkung und Vorfall der GebärmutterGutartige Geschwülste der Gebärmutter, klassisch dem Mittel zugeordnetKreuzschmerzen mit Gefühl von Kraftlosigkeit

Abgrenzung

Sepia wird ähnlichen Senkungsbeschwerden zugeordnet, dort jedoch mit dem charakteristischen Bedürfnis, die Beine zu kreuzen, mit Gleichgültigkeit gegenüber den Angehörigen und einem deutlichen Gemütsbild. Calcium carbonicum steht bei Gebärmuttervergrößerung mit Erschöpfung und Kälte im Blick, Aurum muriaticum natronatum wird traditionell ebenfalls bei Muskelknoten der Gebärmutter genannt. Fraxinus americana bleibt demgegenüber ein reines Organmittel ohne eigenes Gemütsbild und wird allein nach dem örtlichen Befund gewählt.

Verwandte Mittel

SepiaCalcium carbonicumAurum muriaticum natronatumThlaspi bursa pastorisHydrastis canadensis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.