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Materia medica · Nr. 1581

Fragaria vesca

Frag.

In 28 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Fragaria vesca, die Walderdbeere, ist ein kleines Pflanzenmittel mit einem in der Literatur gut überlieferten Zug: der Überempfindlichkeit gegen Erdbeeren selbst, die sich in Nesselsucht und Schwellung äußert. Daneben nennen die Repertorien eine Neigung zu Bandwurmbeschwerden, Frostbeulen und die himbeerrot geschwollene Zunge. Mit 28 niedrig bewerteten Rubriken bleibt das Bild in wenigen, dafür deutlichen Zügen.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden Menschen mit einer Neigung zu allergischen Hautreaktionen und zu Frostbeulen, also mit empfindlicher Haut und schwacher Durchblutung der Körperenden.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine Repertoriumsangaben vor. Fragaria vesca wird über die Hautreaktion und die überlieferte Empfindlichkeit gegen Erdbeeren gefunden. Ein Gemütsbild ist in der Literatur nicht ausgearbeitet.

Gemütsbild

Kein Gemütsbild überliefertZuordnung erfolgt über die Hautreaktion und die Empfindlichkeit gegen ErdbeerenBeschwerden werden ausschließlich körperlich beschrieben

Die Datenbasis enthält für Fragaria vesca keine Gemütsrubriken, und auch die klassische Materia medica beschreibt das Mittel durchweg körperlich. Es gehört zu jenen kleinen Mitteln, die über eine einzelne, gut merkbare Beobachtung überliefert sind - hier über die Reaktion mancher Menschen auf den Genuss von Erdbeeren mit Nesselausschlag und Schwellung. Ein seelisches Porträt lässt sich daraus nicht ableiten. Das Porträt bleibt an dieser Stelle bewusst zurückhaltend, statt Züge zu ergänzen, für die es keinen Beleg gibt.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine charakteristischen Ängste überliefert

Leitsymptome

Nesselausschlag der Haut, klassisch nach dem Genuss von Erdbeeren; auch Wundrose ist verzeichnet
Wassersüchtige Schwellung der Haut
Himbeerrote Verfärbung und Schwellung der Zunge
Neigung zu Bandwurmbeschwerden, im Repertorium in Mastdarm und klinischen Rubriken doppelt geführt
Frostbeulen an den Körperenden
Haarausfall; Beschwerden der Brust nach dem Abstillen; Tripper ist klinisch zugeordnet
Verschlechterung
  • Nach dem Genuss von Erdbeeren, entsprechend der überlieferten Empfindlichkeit
  • Kälte, die Frostbeulen und Durchblutungsstörungen verstärkt
Verbesserung
  • Wärme bei den Frostbeulen
  • Meiden des auslösenden Nahrungsmittels

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Erdbeeren werden schlecht vertragen; eine Abneigung im eigentlichen Sinn ist nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Nesselausschlag nach dem Genuss von ErdbeerenWassersüchtige Schwellung der HautFrostbeulenBandwurmbeschwerdenHimbeerrote, geschwollene ZungeBeschwerden der Brust nach dem Abstillen

Abgrenzung

Bei Nesselsucht nach Nahrungsmitteln ist Urtica urens das ungleich bekanntere Mittel, klassisch nach Schalentieren und mit brennendem Stechen wie von Brennnesseln; Fragaria vesca wird in der Literatur ausdrücklich mit der Empfindlichkeit gegen Erdbeeren in Verbindung gebracht. Apis mellifica zeigt die rasche, blasse und brennend-stechende Schwellung mit Besserung durch Kälte. Bei Frostbeulen sind Agaricus muscarius mit brennendem Jucken und Petroleum mit rissiger Haut ausführlicher beschrieben. Bei der himbeerroten Zunge steht klassisch Belladonna im Vordergrund.

Verwandte Mittel

Urtica urensApis mellificaAgaricus muscariusPetroleumBelladonna

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.