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Materia medica · Nr. 1566

Flavus

Flav.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Flavus (Kürzel Flav.) ist ein Randeintrag der Datenbasis, zu dem sich in der zugänglichen homöopathischen Literatur keine gesicherte Angabe über Herkunft und Ausgangsstoff finden lässt; der Name bedeutet lediglich gelb und tritt in mehreren Arzneinamen als Zusatz auf. Die drei verzeichneten Rubriken weisen in eine miasmatische und eine anamnestische Richtung: sykotische Belastung sowie eine Krankengeschichte mit wiederkehrenden Ohrentzündungen, besonders des Innenohrs. Ein Arzneimittelbild im eigentlichen Sinn liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Konstitutionsbild ist für diesen Eintrag nicht überliefert. Da schon der Ausgangsstoff nicht gesichert zuzuordnen ist, gibt es keine Prüfungs- oder Vergiftungsberichte, aus denen sich ein Wesensbild ableiten ließe. Angaben zu Temperament oder Körperbau wären hier ohne Grundlage.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertkeine Rubriken aus dem Gemütskapitel in der Datenbasisin der Literatur nicht näher beschrieben

In OpenHomeopath sind für Flavus keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die drei vorhandenen Angaben stammen sämtlich aus dem Kapitel Allgemeines und betreffen die miasmatische Einordnung sowie die Vorgeschichte. Eine Aussage über seelische Züge wäre an dieser Stelle reine Vermutung. Wer diesen Eintrag im Repertorisieren antrifft, sollte die Herkunft der Rubriken in der verwendeten Quelle prüfen, bevor er ihm Gewicht gibt.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Krankengeschichte mit Ohrentzündungen — als anamnestische Angabe im Kapitel Allgemeines verzeichnet
Wiederkehrende Entzündungen des Innenohrs, eigens als Untergliederung geführt
Zuordnung zur sykotischen Belastung im Sinne der Miasmenlehre
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Vorgeschichte wiederkehrender Ohrentzündungen, in Repertorien diesem Eintrag zugeordnetsykotisch eingeordnete Zustände im Sinne der Miasmenlehre

Abgrenzung

Zu Flavus liegt weder eine gesicherte Substanzbeschreibung noch ein Prüfungsbild vor; eine inhaltliche Abgrenzung ist deshalb nicht möglich. Bei wiederkehrenden Ohrentzündungen in der Vorgeschichte sind Pulsatilla, Silicea, Calcium carbonicum und Tuberculinum die ausgearbeiteten und gut belegten Mittel; der sykotischen Belastung wird klassisch Thuja occidentalis und Medorrhinum zugeordnet. Der Eintrag sollte nur mit Blick auf die Quelle verwendet werden, aus der die drei Rubriken stammen.

Verwandte Mittel

PulsatillaSiliceaTuberculinumThuja occidentalisMedorrhinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.