Ferrum sulfuricum siccatum ist das getrocknete Eisensulfat, ein Eisensalz aus der Reihe jener Mittel, die klassisch der Blutarmut und der Schwäche zugeordnet werden. Das Bild in den Repertorien wird von drei Zügen getragen: Heißhunger, morgendlicher Durchfall und Wurmbeschwerden mit Spulwürmern. Dazu treten reichliche und zu lange dauernde Regelblutungen mit Zahnschmerzen während der Blutung sowie hartnäckige Hautausschläge in Form von Ekzem und Nesselsucht.
Konstitution
Gemütsbild
Heißhunger, in den Rubriken als einziger Gemütseintrag geführtUnruhe, die sich am Essen festmachtKein weitergehendes Gemütsbild überliefert
Das Gemütskapitel enthält für Ferrum sulfuricum siccatum nur einen Eintrag: Heißhunger. Er ist in den Repertorien traditionell unter den Gemütsrubriken geführt, beschreibt aber einen Allgemeinzustand — ein Verlangen zu essen, das über den gewöhnlichen Appetit hinausgeht und in der Literatur oft mit Wurmbefall und Blutarmut in Verbindung gebracht wird. Ein eigenständiges seelisches Bild ist für dieses Eisensalz nicht ausgearbeitet; die besser geprüften Eisenmittel schildern Reizbarkeit und Erschöpfung nach geringer Anstrengung. Die Mittelwahl stützt sich hier auf Durchfall, Wurmbeschwerden, Regelblutung und Hautbefund.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Morgens, für den Durchfall eigens verzeichnet
- Während der Regelblutung, mit Zahnschmerzen
- In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Verschlechterungen verzeichnet
- In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Heißhunger, ein über den gewöhnlichen Appetit hinausgehendes Verlangen zu essen
- In den vorliegenden Rubriken keine Abneigung verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Wurmbeschwerden mit Spulwürmern, in Repertorien eigens aufgeführtMorgendlicher DurchfallReichliche und verlängerte RegelblutungZahnschmerzen während der RegelblutungEkzem und NesselsuchtBlutungsneigung, klassisch der Blutarmut zugeordnet
Abgrenzung
Ferrum metallicum ist das Hauptmittel der Reihe: blasses Gesicht, das bei geringer Erregung aufflammt, Schwäche mit Verschlechterung durch Ruhe und Besserung durch langsames Umhergehen. Cina steht ausgeprägter für Wurmbeschwerden mit Heißhunger, Reizbarkeit und Nasebohren bei Kindern. China officinalis wird der Schwäche nach Blut- und Säfteverlust zugeordnet. Ferrum sulfuricum siccatum bleibt ein selten gebrauchtes Salz mit schmaler Prüfungsgrundlage und tritt vor allem dort ins Blickfeld, wo Wurmbefall, morgendlicher Durchfall und starke Regelblutung zusammentreffen.
Verwandte Mittel
Ferrum metallicumCina maritimaChina officinalisFerrum phosphoricumCalcium carbonicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.