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Materia medica · Nr. 1547

Ferrum pyrophosphoricum

Ferr-py.

In 10 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ferrum pyrophosphoricum, das pyrophosphorsaure Eisen, ist ein kleines Eisenmittel, zu dem in der Literatur nur wenige Angaben vorliegen. Die überlieferten Hinweise kreisen um zystische Geschwulstbildung an den Lidranddrüsen, um Blutandrang zum Kopf mit Kopfschmerz und um einen ungewöhnlich gesteigerten Hunger. Ein durchgezeichnetes Konstitutionsbild wie bei Ferrum metallicum ist nicht überliefert; das Mittel wird in der Regel von einem sehr umschriebenen Befund her erwogen.

Konstitution

KörperbauKein eigenständiger Körpertyp beschrieben. Die Eisenmittel werden allgemein bei blassen, leicht erschöpfbaren Menschen mit wechselnder Gesichtsfarbe geführt, die bei geringer Anstrengung rasch erröten; für Ferrum pyrophosphoricum selbst ist das in der Literatur nicht näher ausgeführt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Das Repertorium verzeichnet aus dem Gemütskapitel lediglich einen gesteigerten, kaum zu stillenden Hunger. Alles Weitere müsste aus der Eisengruppe übertragen werden, was hier bewusst unterbleibt.

Gemütsbild

Gesteigerter, schwer zu stillender HungerKein eigenständiges Gemütsbild überliefertEinordnung erfolgt über den körperlichen Befund

Das Gemütskapitel ist bei diesem Mittel nahezu leer. Die einzige verzeichnete Angabe betrifft einen übersteigerten Hunger, der in der Rubriksprache als Bulimie geführt wird - ein Symptom, das ebenso gut dem Bereich Magen und Appetit zugerechnet werden kann. Eine seelische Thematik im Sinne der großen Mittel lässt sich daraus nicht ableiten. Wer Ferrum pyrophosphoricum erwägt, geht daher praktisch immer von einem körperlichen Leitbefund aus, nicht von der Gemütsverfassung. In der Literatur ist das Mittel nicht näher beschrieben.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Zystische Geschwülste der Lidranddrüsen (Tarsaldrüsen) - der am häufigsten genannte Bezugspunkt des Mittels
Blutandrang zum Kopf, Kongestion zum Gehirn
Kopfschmerz, in den Quellen ohne nähere Kennzeichnung geführt
Auffallend gesteigerter Hunger
Insgesamt sehr schmaler Symptomenbestand; eine Arzneimittelprüfung im klassischen Sinn liegt nicht vor
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Gesteigerter Appetit bis hin zu Heißhunger
  • Bestimmte Speisen werden nicht genannt
Abneigung
  • Keine Speiseabneigung überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Zystische Verdickungen der LidranddrüsenKopfschmerz mit BlutandrangZustände mit auffallend gesteigertem Hunger

Abgrenzung

Bei zystischen Verdickungen der Lidranddrüsen führen die Repertorien vor allem Staphisagria, Thuja occidentalis und Ferrum picricum; Ferrum pyrophosphoricum steht dort mit deutlich schmalerer Bezeugung daneben. Von Ferrum metallicum unterscheidet es sich dadurch, dass dessen ausgeprägtes Allgemein- und Kreislaufbild mit Blässe, fliegender Röte und Verschlimmerung durch Ruhe hier nicht überliefert ist. Wegen der dünnen Datenlage wird das Mittel in der Regel erst erwogen, wenn ein sehr umschriebener Lokalbefund den Ausschlag gibt.

Verwandte Mittel

Ferrum metallicumFerrum picricumFerrum phosphoricumStaphisagriaThuja occidentalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.