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Materia medica · Nr. 1543

Ferrum phosphoricum hydricum

Ferr-p-h.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ferrum phosphoricum hydricum ist das wasserhaltige Eisenphosphat und damit eine Zubereitungsvariante des bekannten Ferrum phosphoricum, eines der meistgebrauchten Mittel bei beginnenden fieberhaften und entzündlichen Zuständen. Als eigener Eintrag in der Datenbasis trägt es nur wenige Rubriken: die Bindehautentzündung des Auges und den Schreibkrampf der Hand. Für das ausgearbeitete Arzneibild ist auf das Hauptmittel Ferrum phosphoricum zu verweisen, dem dieser Eintrag zugeordnet ist.

Konstitution

KörperbauFür Ferrum phosphoricum werden schlanke, zarte Menschen mit feiner Haut beschrieben, die bei geringem Anlass rasch erröten und ebenso rasch wieder blass werden; ein eigener Körperbau für die hydrierte Form ist nicht überliefert.
Thermalitätfrostig
TemperamentEin eigenes Temperamentsbild ist für diese Variante nicht überliefert; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Für das Hauptmittel Ferrum phosphoricum beschreibt die Materia medica einen wachen, empfindsamen Menschen, der zwischen Aufgeregtheit und Mattigkeit wechselt und dem in fieberhaften Zuständen die Kraft rasch abhandenkommt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken für diese Variante in der Datenbasis verzeichnetFür das Hauptmittel wird ein Wechsel von Erregung und Mattigkeit beschriebenEmpfindlichkeit gegen Lärm und Aufregung, dem Hauptmittel zugeordnet

Der Eintrag Ferrum phosphoricum hydricum ist eine Zubereitungsvariante und trägt selbst kein Gemütsbild. Wer nach dem seelischen Bild sucht, findet es beim Hauptmittel Ferrum phosphoricum: Dort wird ein empfindsamer, leicht erregbarer Mensch beschrieben, der bei Fieber zunächst auffallend wach und gesprächig wirkt und dann rasch in Mattigkeit fällt. Kennzeichnend ist, dass die Beschwerden schleichend beginnen und die Betroffenen lange nicht recht krank wirken. Die wenigen Rubriken dieser Variante betreffen ausschließlich den körperlichen Bereich und ersetzen das Bild des Hauptmittels nicht.

Ängste: In der Datenbasis dieser Variante sind keine Angstrubriken verzeichnet, Für das Hauptmittel wird Angst vor dem Alleinsein während des Fiebers beschrieben

Leitsymptome

Bindehautentzündung des Auges, in den Augenrubriken bis zur Bindehaut aufgegliedert
Krampf der Hand beim Schreiben, in den Extremitätenrubriken eigens als Schreibkrampf geführt
Krämpfe der Hand allgemein
Für das Hauptmittel: rote, brennende Augen bei beginnender Entzündung
Für das Hauptmittel: langsam beginnendes Fieber ohne scharf umrissenen Anfang
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Für das Hauptmittel werden Bewegung, Erschütterung und nachts zwischen vier und sechs Uhr beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
  • Für das Hauptmittel werden kalte Anwendungen am Kopf und Ruhe beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis dieser Variante nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis dieser Variante nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

BindehautentzündungSchreibkrampf der HandKrampfartige Beschwerden der HandFür das Hauptmittel: beginnende entzündliche und fieberhafte Zustände

Abgrenzung

Der Eintrag ist eine Zubereitungsvariante von Ferrum phosphoricum; für die Mittelwahl ist in aller Regel dort nachzuschlagen. Für den Schreibkrampf sind Magnesium phosphoricum, Cuprum metallicum und Stannum metallicum die klassisch zugeordneten Mittel, für die Bindehautentzündung Euphrasia officinalis, Belladonna und Apis mellifica. Innerhalb der Eisenreihe grenzt sich Ferrum phosphoricum vom kräftigeren Ferrum metallicum durch das feinere, entzündliche Anfangsstadium ab.

Verwandte Mittel

Ferrum phosphoricumFerrum metallicumMagnesium phosphoricumEuphrasia officinalisBelladonna

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.