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Materia medica · Nr. 1539

Ferrum magneticum

Ferr-ma.

In 350 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ferrum magneticum, der Magneteisenstein, ist ein kleines und nur unvollständig geprüftes Eisenmittel. Die überlieferten Symptome sind in den Repertorien fast durchgehend in niedrigen Graden verzeichnet und stammen aus einer älteren Prüfung. Beschrieben sind vor allem Schwächezustände nach dem Essen, nach dem Stuhlgang und beim Gehen, dazu Blähungsbeschwerden mit Kollern, vermehrter Speichelfluss und ein rotes, zugleich eingefallen wirkendes Gesicht.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Wie bei den übrigen Eisenmitteln wird eine leicht ermüdbare, blutarm wirkende Verfassung angenommen, doch fehlen für diese Zubereitung belastbare Angaben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Gemüts- oder Temperamentsbild ist nicht überliefert. Die vorliegenden Rubriken enthalten kein Kapitel Gemüt; die Prüfung beschränkt sich auf körperliche Zeichen.

Gemütsbild

Keine kennzeichnenden Gemütsrubriken verzeichnetIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Ferrum magneticum liegt kein ausgearbeitetes Gemütsbild vor. Weder die vorhandenen Rubriken noch die klassische Materia medica beschreiben kennzeichnende seelische Züge; das Mittel ist über die Prüfungssymptome von Verdauung, Brust und Gliedmaßen erschlossen. Wer sich an einem Gemütsbild orientieren möchte, findet in den ausführlicher geprüften Eisenmitteln, insbesondere Ferrum metallicum, eine belastbarere Grundlage. Für diese Zubereitung wären Aussagen über seelische Themen nicht belegt und unterbleiben daher.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Rote Gesichtsfarbe bei zugleich eingefallenen Zügen, mit Kribbeln im Gesicht
Vermehrter Speichelfluss
Drang zum Stuhl nach dem Mittagessen
Blähungen mit Kollern und Bewegungen im Bauch während des Essens sowie nach dem Stuhlgang; Juckreiz am Bauch, der sich durch Kratzen bessert
Schwäche nach dem Essen, nach dem Stuhlgang und beim Gehen, besonders beim Gehen im Haus; Steifheitsgefühl
Reißender Schmerz in der linken Brustseite beim Einatmen, Kältegefühl an der linken Brustseite, Leeregefühl in der Brust; Krämpfe in Unterarm und Hand, Ameisenlaufen an der Ferse
Verschlechterung
  • Nach dem Essen
  • Nach dem Stuhlgang
  • Beim Gehen, besonders im Haus
  • Beim Einatmen, hinsichtlich der Brustschmerzen
  • Abends
Verbesserung
  • Kratzen, hinsichtlich des Juckreizes am Bauch
  • Ruhe und Liegen
  • Frische Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Schwächezuständen nach dem Essen, nach dem Stuhlgang und beim Gehen aufgeführtBei Blähungsbeschwerden mit Kollern im Bauch verzeichnetBei vermehrtem Speichelfluss genanntBei reißenden Schmerzen der linken Brustseite beim Einatmen beschriebenBei Ausschlägen und Juckreiz an den Augenbrauen und Augenwinkeln aufgeführt

Abgrenzung

Ferrum magneticum ist zu spärlich geprüft, um es sicher gegen andere Mittel abzugrenzen. Bei Schwäche nach dem Essen und beim Gehen mit wechselnder Gesichtsröte ist Ferrum metallicum weit besser belegt und in der Regel vorzuziehen. Ferrum phosphoricum steht bei fieberhaften Anfangszuständen mit Röte und Blutandrang. China officinalis zeigt die Schwäche nach Säfteverlust mit Blähungen deutlicher ausgearbeitet. Wer dieses Mittel erwägt, sollte den schmalen Umfang der Prüfung im Blick behalten.

Verwandte Mittel

Ferrum metallicumFerrum phosphoricumChina officinalisMagnetis polus arcticusLycopodium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.