Ferrum iodatum, das Eisenjodid, verbindet in der Materia medica die Blutarmut und Schwäche der Eisenmittel mit der Unruhe und Drüsenneigung der Jodpräparate. Kennzeichnend sind Blässe mit wechselnder Gesichtsfärbung, Herzklopfen in der Nacht, ausgeprägte Schwäche nach körperlicher Anstrengung und eine Neigung zu Drüsenschwellungen. Ausbleibende Regelblutung und leichte Schweiße bei geringster Anstrengung gehören ebenfalls zum Bild.
Konstitution
Gemütsbild
Traurigkeit und niedergedrückte StimmungErschöpfung bei geringster AnstrengungInnere Unruhe trotz körperlicher SchwächeÄrgerliche, quälende Träume
Das Gemütsbild ist in den Repertorien knapp gehalten: Verzeichnet sind Traurigkeit und eine seelisch niedergedrückte Verfassung. Die Literatur beschreibt Menschen, die durch die anhaltende Schwäche und Blutarmut mutlos geworden sind, sich rasch überfordert fühlen und dennoch von einer inneren Unruhe getrieben werden, die dem Jodanteil des Mittels zugeschrieben wird. Kennzeichnend sind ferner ärgerliche Träume, in den Rubriken als Träume von enttäuschten Hoffnungen ausgewiesen. Ein breiter ausgearbeitetes seelisches Grundthema wird nicht überliefert.
Ängste: Körperlich empfundene Ängstlichkeit, Beklemmung mit Herzklopfen, besonders nachts
Leitsymptome
- Körperliche Anstrengung
- Nachts
- Liegen im Bett
- Kälte
- Nach dem Essen
- Ruhe nach der Anstrengung
- Frische Luft, in der Literatur bei den Jodmitteln beschrieben
- Mäßige Bewegung
- Wärme
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Blutarmut mit ausgeprägter Schwäche aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Erschöpfung nach körperlicher AnstrengungBei nächtlichem Herzklopfen verzeichnetBei ausbleibender oder unterdrückter Regelblutung genanntBei Drüsenschwellungen in der Literatur beschriebenBei Neigung zu Wasseransammlungen im Gewebe aufgeführt
Abgrenzung
Ferrum metallicum teilt die Blässe mit fliegender Röte und die Schwäche, hat aber die charakteristische Besserung durch langsame Bewegung und weniger Drüsenbeteiligung. Iodum zeigt die Unruhe, den Heißhunger und die Abmagerung bei gutem Appetit sowie ausgeprägte Wärmeunverträglichkeit; Ferrum iodatum ist demgegenüber deutlich frostiger und schwächer. China officinalis wird ebenfalls bei Schwäche nach Säfteverlust genannt, mit Berührungsempfindlichkeit und Blähungen. Für Ferrum iodatum spricht die Verbindung von Blutarmut, nächtlichem Herzklopfen und leichtem Schweißausbruch.
Verwandte Mittel
Ferrum metallicumIodumFerrum phosphoricumChina officinalisCalcium phosphoricumNatrium muriaticum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.