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Materia medica · Nr. 1537

Ferrum iodatum

Ferr-i.

In 1.294 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ferrum iodatum, das Eisenjodid, verbindet in der Materia medica die Blutarmut und Schwäche der Eisenmittel mit der Unruhe und Drüsenneigung der Jodpräparate. Kennzeichnend sind Blässe mit wechselnder Gesichtsfärbung, Herzklopfen in der Nacht, ausgeprägte Schwäche nach körperlicher Anstrengung und eine Neigung zu Drüsenschwellungen. Ausbleibende Regelblutung und leichte Schweiße bei geringster Anstrengung gehören ebenfalls zum Bild.

Konstitution

KörperbauKlassisch beschrieben bei blassen, geschwächten Menschen mit blutarmem Aussehen; die Rubriken verzeichnen Blutarmut und Bleichsucht.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Rubriken heben Traurigkeit und niedergedrückte Stimmung hervor. Beschrieben wird eine erschöpfte, mutlose Verfassung, die schon durch geringe Anstrengung überfordert wird, dabei aber innerlich unruhig bleibt.

Gemütsbild

Traurigkeit und niedergedrückte StimmungErschöpfung bei geringster AnstrengungInnere Unruhe trotz körperlicher SchwächeÄrgerliche, quälende Träume

Das Gemütsbild ist in den Repertorien knapp gehalten: Verzeichnet sind Traurigkeit und eine seelisch niedergedrückte Verfassung. Die Literatur beschreibt Menschen, die durch die anhaltende Schwäche und Blutarmut mutlos geworden sind, sich rasch überfordert fühlen und dennoch von einer inneren Unruhe getrieben werden, die dem Jodanteil des Mittels zugeschrieben wird. Kennzeichnend sind ferner ärgerliche Träume, in den Rubriken als Träume von enttäuschten Hoffnungen ausgewiesen. Ein breiter ausgearbeitetes seelisches Grundthema wird nicht überliefert.

Ängste: Körperlich empfundene Ängstlichkeit, Beklemmung mit Herzklopfen, besonders nachts

Leitsymptome

Blutarmut und Bleichsucht mit ausgeprägter Schwäche und Entkräftung
Wechselnde Gesichtsfarbe: blass, erdfahl, gelblich, dann wieder rot aufsteigend
Herzklopfen, besonders nachts und nach körperlicher Anstrengung
Schweiße schon bei geringer Anstrengung
Ausbleibende oder unterdrückte Regelblutung; wenn vorhanden, von kurzer Dauer
Kalte Hände und Füße; Taubheitsgefühl in den leidenden Teilen
Pulsieren, innerlich und äußerlich empfunden; Blutandrang
Hervortreten der Augäpfel; Neigung zu Wasseransammlungen im Gewebe
Durchfall; wundmachende Absonderung aus der Nase
Frostschauer mit Schütteln, besonders nachts; Urin von süßlichem Geruch
Verschlechterung
  • Körperliche Anstrengung
  • Nachts
  • Liegen im Bett
  • Kälte
  • Nach dem Essen
Verbesserung
  • Ruhe nach der Anstrengung
  • Frische Luft, in der Literatur bei den Jodmitteln beschrieben
  • Mäßige Bewegung
  • Wärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Blutarmut mit ausgeprägter Schwäche aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Erschöpfung nach körperlicher AnstrengungBei nächtlichem Herzklopfen verzeichnetBei ausbleibender oder unterdrückter Regelblutung genanntBei Drüsenschwellungen in der Literatur beschriebenBei Neigung zu Wasseransammlungen im Gewebe aufgeführt

Abgrenzung

Ferrum metallicum teilt die Blässe mit fliegender Röte und die Schwäche, hat aber die charakteristische Besserung durch langsame Bewegung und weniger Drüsenbeteiligung. Iodum zeigt die Unruhe, den Heißhunger und die Abmagerung bei gutem Appetit sowie ausgeprägte Wärmeunverträglichkeit; Ferrum iodatum ist demgegenüber deutlich frostiger und schwächer. China officinalis wird ebenfalls bei Schwäche nach Säfteverlust genannt, mit Berührungsempfindlichkeit und Blähungen. Für Ferrum iodatum spricht die Verbindung von Blutarmut, nächtlichem Herzklopfen und leichtem Schweißausbruch.

Verwandte Mittel

Ferrum metallicumIodumFerrum phosphoricumChina officinalisCalcium phosphoricumNatrium muriaticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.