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Materia medica · Nr. 3628

falcon peregrinus disciplinatus

falco-pe

Auch: Falco-p.

In 1.295 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Falco peregrinus disciplinatus ist ein modernes Vogelmittel, das aus einer Feder des Wanderfalken bereitet und in einer neueren Arzneimittelprüfung erschlossen wurde. Das Bild ist ganz überwiegend seelisch geprägt: Beschrieben werden Distanziertheit und ein ruhiger Überblick, ein Nebeneinander von Gelassenheit und plötzlichem Zorn sowie eine starke Empfindlichkeit für Ungerechtigkeit. Die körperlichen Symptome sind demgegenüber wenig ausgeprägt und nur in niedrigen Graden verzeichnet.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau ist nicht beschrieben; in den Rubriken findet sich lediglich ein Hinweis auf Neigung zu Körperfülle in niedrigem Grad.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Rubriken heben Distanziertheit, Ruhe und Gleichmut hervor, daneben Zorn und Mitgefühl. Beschrieben wird eine Verfassung, in der äußere Gelassenheit und innere Anteilnahme zugleich bestehen und der Blick sich vom Einzelnen löst.

Gemütsbild

Distanziertheit und Gefühl, wie von außen auf die Dinge zu blickenRuhe und Gleichmut, die mit plötzlichem Zorn wechselnMitgefühl und tiefe Berührbarkeit durch das Leid andererUngerechtigkeit wird nicht ertragenGeistesabwesenheit und Konzentrationsschwäche, ausdrücklich auch beim AutofahrenGleichgültigkeit gegenüber allem, im Wechsel mit Tatendrang und Eile

Das Bild dieses Mittels ist fast ausschließlich über das Gemüt erschlossen. Die Repertorien führen Distanziertheit, Ruhe und Gleichmut im hohen Grad auf, unmittelbar daneben Zorn und Mitgefühl. Kennzeichnend ist die Verbindung von innerer Anteilnahme und äußerer Zurückgezogenheit: Schreckliche Dinge und traurige Geschichten berühren tief, Ungerechtigkeit kann nicht ertragen werden, zugleich bleibt eine gelassene Übersicht bestehen. Verzeichnet sind ferner Gleichgültigkeit und Apathie im Wechsel mit Tatendrang und Eile, Geistesabwesenheit, Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisschwäche, wobei die Zerstreutheit ausdrücklich beim Autofahren beschrieben wird. Von Farben besonders eingenommen zu sein sowie ein Gefühl von Ekel gehören ebenfalls zum verzeichneten Bild. Als modernes Prüfungsmittel ist es klinisch weit weniger erprobt als die klassischen Arzneien.

Ängste: Ekel und Abscheu vor bestimmten Eindrücken, Tiefe Betroffenheit durch schreckliche Nachrichten und traurige Geschichten, Beklemmung im Zusammenhang mit erschwerter Atmung beim Fahren

Leitsymptome

Erschwerte Atmung beim Fahren im Auto und beim Reiten; in den Rubriken in niedrigem Grad verzeichnet
Ohnmachtsgefühl am Vormittag, ausdrücklich gegen elf Uhr
Kopfschmerz auf der linken Seite mit Augenschmerz derselben Seite
Taubheitsgefühl äußerer Teile
Neigung zu Körperfülle
Kaltwerden im Bett; Verschlimmerung durch Kälte im Allgemeinen
Wechselnder, insgesamt verminderter Appetit, besonders am Nachmittag
Verschlechterung
  • Kälte und Kaltwerden, auch im Bett
  • Nachmittags, besonders gegen zwei und gegen fünf Uhr
  • Mittags
  • Fahren im Auto
Verbesserung
  • Frische Luft im Freien
  • Aufenthalt in den Bergen
  • Nach dem Essen
  • Bier, in den Rubriken in niedrigem Grad verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Bier und alkoholische Getränke
  • Süßigkeiten und Zucker
  • Schokolade
  • Saure Gurken und eingelegte Speisen
  • Tabak und Rauchen
Abneigung
  • Kaffee
  • Gurken
  • Fett und schwere Speisen
  • Tomaten
  • Essen im Allgemeinen

In Repertorien häufig zugeordnet

In der Prüfungsliteratur bei Zuständen von Distanziertheit und innerem Rückzug beschriebenBei Konzentrationsschwäche und Geistesabwesenheit in den Rubriken aufgeführtBei Gleichgültigkeit im Wechsel mit Tatendrang verzeichnetBei starker Betroffenheit durch erlebte Ungerechtigkeit genanntBei Erschöpfungsgefühl am Vormittag aufgeführt

Abgrenzung

Innerhalb der Vogelmittel teilt Falco peregrinus mit anderen Greifvögeln die Themen Überblick, Distanz und Freiheit; die Prüfungsliteratur hebt bei diesem Mittel besonders die Verbindung von Gelassenheit mit Schärfe und Zorn hervor. Von den Falken- und Adlermitteln unterscheidet es sich durch die betonte Ruhe und das Mitgefühl. Zu Sepia besteht eine Ähnlichkeit in der Gleichgültigkeit und dem Rückzug, dort jedoch mit Erschöpfung und Herabdrängen im Becken. Da es sich um ein junges Prüfungsmittel handelt, ist die Abgrenzung weniger gesichert als bei den klassischen Arzneien.

Verwandte Mittel

Haliaeetus leucocephalusButeo jamaicensisCygnus bewickiiSepiaLac caninum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.