Fagopyrum esculentum, der Buchweizen, ist in der homöopathischen Literatur vor allem als Hautmittel beschrieben: kennzeichnend ist heftiges Jucken, das sich durch Wärme und Kratzen verschlimmert und durch Kälte und kaltes Waschen bessert. Daneben werden Beschwerden der Lymphdrüsen, Kopfschmerzen und Verdauungssymptome genannt. Das Mittel gilt als klein geprüft; das vorliegende Rubrikenbild ist entsprechend zurückhaltend zu lesen.
Konstitution
Gemütsbild
Verwirrung und Benommenheit des KopfesReizbarkeit im Gefolge des quälenden JuckreizesErschöpfung und Schwächegefühl
Zum Gemüt sind in den vorliegenden Rubriken nur Verwirrung und Benommenheit ausgewiesen. Die Literatur beschreibt Fagopyrum als überwiegend körperlich charakterisiertes Mittel, dessen Bild vom Juckreiz der Haut und von Drüsenschwellungen getragen wird. Was an seelischer Verfassung beschrieben wird, ist die Zermürbung durch das anhaltende, nachts zunehmende Jucken sowie eine allgemeine Kraftlosigkeit, die in den Rubriken mehrfach zu verschiedenen Tageszeiten verzeichnet ist. Über diese Angaben hinaus liegt nichts Belastbares vor.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Wärme, besonders Bettwärme
- Kratzen
- Nachmittags und abends, teils gegen 23 Uhr
- Treppensteigen
- Stuhlgang
- Kälte und kaltes Waschen
- Nach dem Stuhlgang
- Essen, hinsichtlich der Magenbeschwerden
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei juckenden Hautausschlägen mit Verschlechterung durch Wärme aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Beschwerden der Achselhöhlen und der LymphdrüsenBei Kopfschmerzen mit Ausstrahlung zur Nase genanntBei Schwäche mit Verschlechterung durch Anstrengung verzeichnetBei Stuhlveränderungen mit Besserung der Beschwerden nach dem Stuhl aufgeführt
Abgrenzung
Sulphur teilt den brennenden Juckreiz mit Verschlechterung durch Bettwärme, ist aber durch ein weit ausgearbeitetes Gemüts- und Allgemeinbild sowie die morgendliche Durchfallneigung gekennzeichnet. Rhus toxicodendron zeigt ebenfalls Hautausschläge mit Jucken, bessert sich jedoch durch Wärme und Bewegung, was der Modalität von Fagopyrum gerade entgegensteht. Urtica urens, in der Literatur als verwandtes Mittel geführt, ist enger auf Nesselausschlag mit Brennen begrenzt. Fagopyrum ist insgesamt klein geprüft und wird vor allem über die Kombination von Juckreiz, Kälte-Besserung und Achselbeschwerden gefunden.
Verwandte Mittel
BovistaDolichos pruriensUrtica urensSulphurRhus toxicodendron
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.