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Materia medica · Nr. 144

Fagopyrum esculentum

Fago.

In 981 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Fagopyrum esculentum, der Buchweizen, ist in der homöopathischen Literatur vor allem als Hautmittel beschrieben: kennzeichnend ist heftiges Jucken, das sich durch Wärme und Kratzen verschlimmert und durch Kälte und kaltes Waschen bessert. Daneben werden Beschwerden der Lymphdrüsen, Kopfschmerzen und Verdauungssymptome genannt. Das Mittel gilt als klein geprüft; das vorliegende Rubrikenbild ist entsprechend zurückhaltend zu lesen.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben; beschrieben werden Menschen mit lymphatischer Neigung und Hautausschlägen.
Thermalitätwarmblütig
TemperamentDie Rubriken führen im Gemütsbereich lediglich Verwirrung auf. Die Materia medica beschreibt eine benommene, schwer zu sammelnde Verfassung, die den Kopfbeschwerden zugeordnet wird; ein eigenständiges Gemütsbild liegt nicht vor.

Gemütsbild

Verwirrung und Benommenheit des KopfesReizbarkeit im Gefolge des quälenden JuckreizesErschöpfung und Schwächegefühl

Zum Gemüt sind in den vorliegenden Rubriken nur Verwirrung und Benommenheit ausgewiesen. Die Literatur beschreibt Fagopyrum als überwiegend körperlich charakterisiertes Mittel, dessen Bild vom Juckreiz der Haut und von Drüsenschwellungen getragen wird. Was an seelischer Verfassung beschrieben wird, ist die Zermürbung durch das anhaltende, nachts zunehmende Jucken sowie eine allgemeine Kraftlosigkeit, die in den Rubriken mehrfach zu verschiedenen Tageszeiten verzeichnet ist. Über diese Angaben hinaus liegt nichts Belastbares vor.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Heftiges Jucken der Haut, durch Wärme und Kratzen schlimmer, durch Kälte und kaltes Waschen gebessert; in der Literatur das Hauptzeichen des Mittels
Beschwerden und Ausschläge in den Achselhöhlen, in den Rubriken besonders links betont
Schwäche und Kraftlosigkeit, besonders nachmittags und abends sowie beim Treppensteigen
Schwarzer oder fettig glänzender Stuhl; Verschlechterung durch Stuhlgang, Besserung nach dem Stuhl
Kopfschmerz, der sich zur Nase hin ausbreitet; Schmerz hoch oben in der Nase
Wundheitsgefühl der Zähne und Zusammenschnürung des Gaumens; Schwächegefühl der Ellbogengelenke
Verschlechterung
  • Wärme, besonders Bettwärme
  • Kratzen
  • Nachmittags und abends, teils gegen 23 Uhr
  • Treppensteigen
  • Stuhlgang
Verbesserung
  • Kälte und kaltes Waschen
  • Nach dem Stuhlgang
  • Essen, hinsichtlich der Magenbeschwerden

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei juckenden Hautausschlägen mit Verschlechterung durch Wärme aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Beschwerden der Achselhöhlen und der LymphdrüsenBei Kopfschmerzen mit Ausstrahlung zur Nase genanntBei Schwäche mit Verschlechterung durch Anstrengung verzeichnetBei Stuhlveränderungen mit Besserung der Beschwerden nach dem Stuhl aufgeführt

Abgrenzung

Sulphur teilt den brennenden Juckreiz mit Verschlechterung durch Bettwärme, ist aber durch ein weit ausgearbeitetes Gemüts- und Allgemeinbild sowie die morgendliche Durchfallneigung gekennzeichnet. Rhus toxicodendron zeigt ebenfalls Hautausschläge mit Jucken, bessert sich jedoch durch Wärme und Bewegung, was der Modalität von Fagopyrum gerade entgegensteht. Urtica urens, in der Literatur als verwandtes Mittel geführt, ist enger auf Nesselausschlag mit Brennen begrenzt. Fagopyrum ist insgesamt klein geprüft und wird vor allem über die Kombination von Juckreiz, Kälte-Besserung und Achselbeschwerden gefunden.

Verwandte Mittel

BovistaDolichos pruriensUrtica urensSulphurRhus toxicodendron

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.