HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 1520

Fabiana imbricata

Fab.

In 11 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Fabiana imbricata, in Südamerika als Pichi bekannt, ist ein Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse, dessen Zweige in Chile traditionell bei Harnwegsbeschwerden verwendet wurden. In der homöopathischen Literatur ist es ein kleines, überwiegend organbezogenes Mittel: die Repertorien führen es bei Reizzuständen der Blase, bei Beschwerden der Vorsteherdrüse sowie bei kolikartigen Schmerzen der Leber- und Gallenwegsregion. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild ist nicht ausgearbeitet.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist für dieses Mittel nicht überliefert. Es wird in der Literatur ausschließlich über seinen Organbezug beschrieben, nicht über einen Menschentyp.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Fabiana imbricata wird in den Quellen als Organmittel der Harn- und Gallenwege geführt; wer es erwägt, geht von den örtlichen Beschwerden aus.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertUnruhe und Gereiztheit als Begleiterscheinung schmerzhafter KolikenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Fabiana imbricata verzeichnen die Repertorien keine Gemütsrubriken. Die Substanz ist über ihre Wirkung auf die ableitenden Harnwege in die Materia medica gelangt und dort auch geblieben; ein seelisches Thema, an dem sich das Mittel erkennen ließe, wurde nie herausgearbeitet. Was Behandelte an Unruhe oder Reizbarkeit zeigen, gehört zum Schmerz der Kolik und ist nicht mittelspezifisch. Der Zugang zu diesem Mittel führt allein über die körperlichen Zeichen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Entzündliche Reizzustände der Blase mit erschwertem, brennendem Wasserlassen - der Schwerpunkt des Mittels
Beschwerden der Vorsteherdrüse; das Repertorium führt eine eigene Rubrik für die Prostata
Kolikartige Schmerzen in der Lebergegend, ausdrücklich den Gallensteinkoliken zugeordnet
Beschwerden nach Tripper, in der klinischen Gruppe verzeichnet
Sandiger, grieshaltiger Harn wird in der älteren Literatur beschrieben
Verschlechterung
  • Wasserlassen und Blasenfüllung
  • Zu weiteren Modalitäten liegen keine Angaben vor
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Zu den Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Reizzustände der HarnblaseBeschwerden der VorsteherdrüseKolikartige Schmerzen der GallenwegeGrieshaltiger HarnFolgezustände nach Tripper

Abgrenzung

Innerhalb der Harnwegsmittel ist Cantharis durch das brennende, unerträgliche Drängen weit schärfer gezeichnet, Berberis vulgaris durch den ausstrahlenden Nierenschmerz und den Bezug zu Steinleiden von Niere und Galle - Berberis deckt beide Organgebiete, die auch Fabiana berührt, erheblich umfassender ab. Sabal serrulata und Chimaphila umbellata stehen dem Prostatabild näher. Fabiana imbricata bleibt ein schmales Organmittel ohne Konstitutionsbezug und wird eher ergänzend erwogen.

Verwandte Mittel

Berberis vulgarisCantharisChimaphila umbellataSabal serrulataChelidonium majus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.