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Materia medica · Nr. 143

Eupionum

Eupi.

In 916 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Eupionum ist ein bei der trockenen Destillation von Holzteer gewonnenes Öl und steht dadurch dem Kreosotum stofflich nahe. In der Materia medica wird es vor allem bei erschöpfenden Nachtschweißen beschrieben, die zur gleichen Stunde wiederkehren, sowie bei Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane mit reichlichem, gelbem Ausfluss. Es gilt als kleines, wenig geprüftes Mittel.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden geschwächte, abgemagerte Menschen mit erschöpfenden Schweißen; ein bestimmter Körperbau wird nicht hervorgehoben.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen in den vorliegenden Rubriken keine Einträge vor. Die Literatur beschreibt eine durch die nächtlichen Schweiße zermürbte, erschöpfte Verfassung; ein eigenständiges Gemütsbild ist nicht überliefert.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken keine Gemütssymptome ausgewiesenErschöpfung durch die nächtlichen SchweißeReizbarkeit im Gefolge gestörter Nachtruhe

Die vorliegenden Rubriken enthalten keine Einträge im Gemütsbereich. Das Bild von Eupionum wird ganz von den erschöpfenden Schweißen, den Zyklusbeschwerden und den Krämpfen getragen. Die klassische Literatur beschreibt Menschen, deren Kräfte durch die nächtlichen Schweiße aufgezehrt sind, mit entsprechender Reizbarkeit und Niedergeschlagenheit am Tage. Eine ausgearbeitete seelische Schilderung ist für dieses Mittel nicht überliefert. Wer damit arbeitet, wird sich an den körperlichen Zeichen und an dem verwandten, besser dokumentierten Kreosotum orientieren.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Erschöpfende Nachtschweiße, wie in Schweiß gebadet; in den Rubriken das am höchsten bewertete Zeichen, mit Wiederkehr zur selben Stunde der Nacht
Reichlicher, gelber Ausfluss, besonders nach der Regelblutung; brennende Eierstockschmerzen
Reichliche Regelblutung mit schneidenden Bauchschmerzen während der Blutung
Nasenbluten während der Regelblutung, das einsetzt, wenn die Blutung aussetzt
Nächtliche Wadenkrämpfe im Bett; stechende Schmerzen im Unterarm; Krampfanfälle sind in den Rubriken aufgeführt
Rückenschmerz wie zerbrochen im Kreuzbein, mit Ausstrahlung ins Becken und Verschlimmerung beim Aufrichten aus dem Bücken
Verschlechterung
  • Nachts, besonders zur wiederkehrenden Stunde
  • Während der Regelblutung
  • Aufrichten aus dem Bücken
  • Kalter Luftzug am Ohr
Verbesserung
  • Ruhe
  • Wärme
  • Nach dem Ende der Regelblutung, hinsichtlich der Bauchschmerzen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei erschöpfenden Nachtschweißen mit Wiederkehr zur selben Stunde aufgeführtKlassisch zugeordnet zu reichlichem, gelbem Ausfluss nach der RegelblutungBei schneidenden Bauchschmerzen während der Regelblutung verzeichnetBei nächtlichen Wadenkrämpfen genanntBei Kreuzschmerz mit Ausstrahlung ins Becken aufgeführt

Abgrenzung

Kreosotum stammt aus derselben Stoffgruppe und ist weit besser geprüft: Es zeigt scharfen, wundmachenden Ausfluss, rasch zerfallende Zähne und Blutungen mit üblem Geruch; bei unklarer Lage ist dieses Mittel zuerst zu prüfen. Graphites teilt den reichlichen weißlichen Ausfluss und die Hautneigung, ist aber durch Frostigkeit, Nässen der Hautfalten und Unentschlossenheit gekennzeichnet. Lachesis, in der Literatur ebenfalls als verwandt geführt, unterscheidet sich durch die Unverträglichkeit von Enge und die Verschlechterung nach dem Schlaf. Eupionum bleibt ein kleines Mittel und wird vorrangig über das Schweißbild gefunden.

Verwandte Mittel

KreosotumGraphitesLachesisChina officinalisSepia

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.