Eupionum ist ein bei der trockenen Destillation von Holzteer gewonnenes Öl und steht dadurch dem Kreosotum stofflich nahe. In der Materia medica wird es vor allem bei erschöpfenden Nachtschweißen beschrieben, die zur gleichen Stunde wiederkehren, sowie bei Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane mit reichlichem, gelbem Ausfluss. Es gilt als kleines, wenig geprüftes Mittel.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken keine Gemütssymptome ausgewiesenErschöpfung durch die nächtlichen SchweißeReizbarkeit im Gefolge gestörter Nachtruhe
Die vorliegenden Rubriken enthalten keine Einträge im Gemütsbereich. Das Bild von Eupionum wird ganz von den erschöpfenden Schweißen, den Zyklusbeschwerden und den Krämpfen getragen. Die klassische Literatur beschreibt Menschen, deren Kräfte durch die nächtlichen Schweiße aufgezehrt sind, mit entsprechender Reizbarkeit und Niedergeschlagenheit am Tage. Eine ausgearbeitete seelische Schilderung ist für dieses Mittel nicht überliefert. Wer damit arbeitet, wird sich an den körperlichen Zeichen und an dem verwandten, besser dokumentierten Kreosotum orientieren.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts, besonders zur wiederkehrenden Stunde
- Während der Regelblutung
- Aufrichten aus dem Bücken
- Kalter Luftzug am Ohr
- Ruhe
- Wärme
- Nach dem Ende der Regelblutung, hinsichtlich der Bauchschmerzen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei erschöpfenden Nachtschweißen mit Wiederkehr zur selben Stunde aufgeführtKlassisch zugeordnet zu reichlichem, gelbem Ausfluss nach der RegelblutungBei schneidenden Bauchschmerzen während der Regelblutung verzeichnetBei nächtlichen Wadenkrämpfen genanntBei Kreuzschmerz mit Ausstrahlung ins Becken aufgeführt
Abgrenzung
Kreosotum stammt aus derselben Stoffgruppe und ist weit besser geprüft: Es zeigt scharfen, wundmachenden Ausfluss, rasch zerfallende Zähne und Blutungen mit üblem Geruch; bei unklarer Lage ist dieses Mittel zuerst zu prüfen. Graphites teilt den reichlichen weißlichen Ausfluss und die Hautneigung, ist aber durch Frostigkeit, Nässen der Hautfalten und Unentschlossenheit gekennzeichnet. Lachesis, in der Literatur ebenfalls als verwandt geführt, unterscheidet sich durch die Unverträglichkeit von Enge und die Verschlechterung nach dem Schlaf. Eupionum bleibt ein kleines Mittel und wird vorrangig über das Schweißbild gefunden.
Verwandte Mittel
KreosotumGraphitesLachesisChina officinalisSepia
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.