Euphorbia pilulifera, ein tropisches Wolfsmilchgewächs, das im Englischen bezeichnenderweise Asthma weed heißt, ist ein kleines Atemwegsmittel der jüngeren Materia medica. Die Repertorien führen es vor allem bei asthmatischer Atmung, daneben mit einem sykotischen Bezug (Tripper, Ausfluss) und einer Empfindlichkeit gegenüber Sonneneinwirkung bis hin zu Folgezuständen nach Sonnenstich. Der Datenbestand ist schmal; das Mittel gehört zu den Randmitteln.
Konstitution
Gemütsbild
Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertUnruhe im Zusammenhang mit erschwerter AtmungIn der Literatur nicht näher beschrieben
Die Repertorien verzeichnen für Euphorbia pilulifera keine eigenständigen Gemütsrubriken. Was an seelischer Beteiligung beschrieben wird, ist die Begleiterscheinung der Atemnot: Beklemmung und Unruhe, wie sie asthmatische Zustände allgemein mit sich bringen, ohne dass daraus ein charakteristisches Bild würde. Ein durchgezeichnetes Gemütsthema, an dem man das Mittel erkennen könnte, ist nicht überliefert. Der Zugang führt über die körperlichen Zeichen und die Vorgeschichte, nicht über das Wesen der Person.
Ängste: Beklemmung bei Atemnot, Darüber hinaus keine charakteristischen Ängste überliefert
Leitsymptome
- Sonneneinwirkung und Hitze
- Zu weiteren Modalitäten liegen keine Angaben vor
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Zu den Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor
Verlangen und Abneigungen
- Keine Speiseverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine Speiseabneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Asthmatische AtembeschwerdenKatarrhalische Reizzustände der AtemwegeSykotische Belastung nach TripperWeißflussFolgezustände nach Sonnenstich
Abgrenzung
Von den geprüften Asthmamitteln unterscheidet sich Euphorbia pilulifera vor allem durch die Schmalheit seines Bildes: Arsenicum album zeigt die nächtliche Atemnot mit Unruhe und Angst, Ipecacuanha die rasselnde Verschleimung mit Übelkeit, Lobelia inflata die Beklemmung mit Schwäche in der Magengrube. Innerhalb der Wolfsmilchgewächse steht Euphorbium mit seinen brennenden Schmerzen und Hautzeichen deutlich anders da. Thuja occidentalis teilt den sykotischen Bezug und ist dort das weit umfassender ausgearbeitete Mittel.
Verwandte Mittel
EuphorbiumThuja occidentalisIpecacuanhaLobelia inflataArsenicum album
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.