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Materia medica · Nr. 1511

Euphorbia pilulifera

Euph-pi.

In 11 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Euphorbia pilulifera, ein tropisches Wolfsmilchgewächs, das im Englischen bezeichnenderweise Asthma weed heißt, ist ein kleines Atemwegsmittel der jüngeren Materia medica. Die Repertorien führen es vor allem bei asthmatischer Atmung, daneben mit einem sykotischen Bezug (Tripper, Ausfluss) und einer Empfindlichkeit gegenüber Sonneneinwirkung bis hin zu Folgezuständen nach Sonnenstich. Der Datenbestand ist schmal; das Mittel gehört zu den Randmitteln.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht überliefert. Die Literatur ordnet das Mittel eher einer Krankheitslage - der sykotischen Belastung mit Atemwegs- und Schleimhautbeschwerden - zu als einem bestimmten Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Das Mittel wird in der Literatur körperlich beschrieben, insbesondere an der Atmung. Wer es erwägt, geht vom Atemwegsbild und von der sykotischen Vorgeschichte aus.

Gemütsbild

Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertUnruhe im Zusammenhang mit erschwerter AtmungIn der Literatur nicht näher beschrieben

Die Repertorien verzeichnen für Euphorbia pilulifera keine eigenständigen Gemütsrubriken. Was an seelischer Beteiligung beschrieben wird, ist die Begleiterscheinung der Atemnot: Beklemmung und Unruhe, wie sie asthmatische Zustände allgemein mit sich bringen, ohne dass daraus ein charakteristisches Bild würde. Ein durchgezeichnetes Gemütsthema, an dem man das Mittel erkennen könnte, ist nicht überliefert. Der Zugang führt über die körperlichen Zeichen und die Vorgeschichte, nicht über das Wesen der Person.

Ängste: Beklemmung bei Atemnot, Darüber hinaus keine charakteristischen Ängste überliefert

Leitsymptome

Asthmatische Atmung mit Beklemmung - die tragende Angabe des Mittels, in der Literatur als Anwendungsschwerpunkt beschrieben
Katarrhalische Reizzustände der Atemwege mit Husten
Sykotische Belastung: die Repertorien führen das Mittel unter Sykose sowie bei Tripper
Weißfluss (Leukorrhoe)
Beschwerden nach Sonneneinwirkung, auch als Folge von Sonnenstich verzeichnet
Beschwerden nach Verletzungen, Schlägen, Stürzen und Prellungen
Verschlechterung
  • Sonneneinwirkung und Hitze
  • Zu weiteren Modalitäten liegen keine Angaben vor
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Zu den Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Asthmatische AtembeschwerdenKatarrhalische Reizzustände der AtemwegeSykotische Belastung nach TripperWeißflussFolgezustände nach Sonnenstich

Abgrenzung

Von den geprüften Asthmamitteln unterscheidet sich Euphorbia pilulifera vor allem durch die Schmalheit seines Bildes: Arsenicum album zeigt die nächtliche Atemnot mit Unruhe und Angst, Ipecacuanha die rasselnde Verschleimung mit Übelkeit, Lobelia inflata die Beklemmung mit Schwäche in der Magengrube. Innerhalb der Wolfsmilchgewächse steht Euphorbium mit seinen brennenden Schmerzen und Hautzeichen deutlich anders da. Thuja occidentalis teilt den sykotischen Bezug und ist dort das weit umfassender ausgearbeitete Mittel.

Verwandte Mittel

EuphorbiumThuja occidentalisIpecacuanhaLobelia inflataArsenicum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.