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Materia medica · Nr. 1510

Euphorbia peplus

Euph-pe.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Euphorbia peplus, die Garten-Wolfsmilch, ist ein unscheinbares Wolfsmilchgewächs, das in Gärten und auf Brachland wächst und wie alle Euphorbien einen scharfen weißen Milchsaft führt. Dieser Saft reizt Haut und Schleimhäute stark, und genau darauf beruht das kleine Arzneibild: Die Datenbasis führt Euphorbia peplus bei wundem Halsschmerz sowie bei Hautausschlägen auf, namentlich beim Ekthyma und beim Wundrose-artigen Bild der Erysipel. Das Bild ist schmal und ganz auf entzündliche Haut- und Schleimhautzustände gerichtet.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Für Euphorbia peplus wurde kein eigenes Konstitutionsbild ausgearbeitet; die Angaben stammen überwiegend aus Beobachtungen nach Kontakt mit dem Milchsaft.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Rubriken vor. Die Euphorbien sind in der Materia medica überwiegend als Mittel scharfer, brennender Reizzustände beschrieben; Euphorbia peplus gehört zu den am wenigsten ausgearbeiteten Vertretern der Gattung. Wer das Mittel erwägt, geht vom Haut- und Halsbefund aus, nicht vom seelischen Bild.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Überlieferung beschränkt sich auf Haut und RachenKein ausgearbeitetes seelisches Bild vorhanden

Zum Gemüt von Euphorbia peplus liegt in der Datenbasis nichts vor. Die Angaben stammen im Wesentlichen aus Beobachtungen nach dem Kontakt mit dem ätzenden Milchsaft und beschreiben brennende, entzündliche Zustände der Haut und der Rachenschleimhaut. Für die besser geprüften Verwandten wie Euphorbium officinarum beschreibt die Materia medica ein Bild von Unruhe und Erschöpfung bei brennenden Schmerzen; ob sich das auf Euphorbia peplus übertragen lässt, ist nicht belegt und sollte offen bleiben. Belastbar sind allein die wenigen körperlichen Angaben.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wunder, roher Halsschmerz, in den Rachenrubriken bis zu dieser Schmerzart aufgegliedert
Hautausschläge allgemein, dem scharfen Milchsaft der Pflanze entsprechend
Ekthyma, also tiefer greifende, verkrustende Pusteln, als eigener Eintrag verzeichnet
Erysipel, das Bild der Wundrose mit scharf begrenzter Rötung und Schwellung
Brennende, ätzende Empfindung an Haut und Schleimhäuten, wie sie für die Wolfsmilchgewächse beschrieben wird
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche, nicht deren Umstände
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Wunder HalsschmerzPustulöse, verkrustende Hautausschläge, in den Repertorien als Ekthyma geführtWundrose-artige HautentzündungenEntzündliche Hautzustände mit brennendem Charakter

Abgrenzung

Innerhalb der Gattung sind Euphorbium officinarum und Euphorbia lathyris besser belegt; Euphorbium officinarum gilt als das Hauptmittel der Gruppe für brennende Hautzustände. Für das Erysipel sind Belladonna, Apis mellifica und Rhus toxicodendron die klassisch zugeordneten und weit häufiger verwendeten Mittel, für pustulöse Ausschläge Hepar sulphuris und Mercurius solubilis. Euphorbia peplus bleibt demgegenüber ein Randmittel mit sehr schmaler Datenbasis.

Verwandte Mittel

Euphorbium officinarumEuphorbia lathyrisRhus toxicodendronApis mellificaCroton tiglium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.