Euphorbia corollata, die Blühende Wolfsmilch, ist eine nordamerikanische Pflanze mit scharfem Milchsaft, die von den amerikanischen Homöopathen des 19. Jahrhunderts geprüft wurde. Ihr Bild ist auf den Magen-Darm-Kanal zusammengezogen und dort sehr deutlich: heftige Übelkeit mit Erbrechen, Magenentzündung, wässrige Durchfälle bis zum Bild der Brechruhr, dazu ein eigener Eintrag zur Seekrankheit. Die Rubriken zeichnen einen Zustand raschen Flüssigkeitsverlusts von oben und unten zugleich.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetKein seelisches Arzneibild überliefertZuordnung ausschließlich über Magen- und Darmzeichen
Euphorbia corollata ist in OpenHomeopath nur mit Rubriken zu Magen und Mastdarm vertreten. Ein Gemütsbild fehlt, und auch die amerikanischen Prüfungsberichte beschränken sich auf den Verdauungskanal. Das Mittel gehört zu jenen Arzneien, die über ein scharf umrissenes akutes Bild in die Praxis fanden und nicht über ein konstitutionelles. Wenn die Berichte von Angst und Unruhe während der heftigen Anfälle sprechen, ist damit die Begleitreaktion auf den raschen Kräfteverlust gemeint. Die Wahl richtet sich nach Art und Abfolge von Erbrechen und Durchfall.
Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, Unruhe während der heftigen Anfälle wird als Begleiterscheinung beschrieben, nicht als eigenes Zeichen
Leitsymptome
- Bewegung, besonders die schaukelnde Bewegung des Schiffs, entsprechend der Rubrik zur Seekrankheit
- Sommerliche Hitze, wie sie für die Brechdurchfälle der Kinder beschrieben wird
- Nach dem Essen und Trinken
- Ruhiges Liegen ohne Bewegung
- In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Besserungsmodalitäten verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- Das für Veratrum album kennzeichnende Verlangen nach kaltem Wasser ist für Euphorbia corollata nicht belegt
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- Bei der heftigen Übelkeit steht der Widerwille gegen jede Nahrung im Vordergrund, ohne dass eine bestimmte Speise genannt wäre
In Repertorien häufig zugeordnet
Heftige Übelkeit mit Erbrechen, in Repertorien als Schwerpunkt aufgeführtSeekrankheit, in den Magenrubriken eigens verzeichnetBrechdurchfall, auch in der kindlichen FormWässriger Durchfall mit raschem KräfteverlustMagenentzündung mit Brennen
Abgrenzung
Für den Brechdurchfall mit Erschöpfung und kaltem Schweiß sind Veratrum album, Arsenicum album und Camphora die klassisch zugeordneten und weit besser geprüften Mittel: Veratrum mit dem kalten Schweiß auf der Stirn und dem Verlangen nach kaltem Wasser, Arsenicum mit Unruhe, Brennen und Besserung durch warme Getränke. Für die Seekrankheit werden Cocculus indicus, Tabacum und Petroleum genannt, Cocculus mit Schwindel und Übelkeit beim Anblick bewegter Dinge, Tabacum mit Todesblässe und Besserung an frischer Luft. Euphorbia corollata tritt daneben nur dort ins Blickfeld, wo Magenentzündung und Seekrankheit im selben Bild stehen.
Verwandte Mittel
Veratrum albumArsenicum albumCocculus indicusTabacumCroton tiglium
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.