Euphorbium officinarum, der eingetrocknete Milchsaft einer nordafrikanischen Wolfsmilch, gehört zu den stark hautreizenden Pflanzen. Das Arzneimittelbild ist geprägt von brennenden, beißenden Empfindungen an Haut und Schleimhäuten mit Blasenbildung und Rotlauf (Erysipel) sowie von brennenden Knochenschmerzen. Es ist ein selten verordnetes Mittel mit begrenzter Prüfungsgrundlage.
Konstitution
Gemütsbild
Zum Gemüt liegen keine Rubriken vorBeschrieben wird allenfalls Mattigkeit mit UnruheDas Mittel wird vorwiegend nach körperlichen Zeichen bestimmt
In den vorliegenden Repertoriumsdaten fehlt der Abschnitt Gemüt vollständig, und auch die klassische Materia medica beschreibt Euphorbium fast ausschließlich über örtliche Empfindungen. Angedeutet wird eine matte, unlustige Verfassung, die sich beim Gehen und in Bewegung bessert, während Liegen und Sitzen schlechter machen. Ein ausgearbeitetes seelisches Bild, wie es von den großen Polychresten bekannt ist, liegt für dieses Mittel nicht vor. Aussagen darüber hinaus wären nicht belegbar.
Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Leitsymptome
- Liegen und Sitzen, Lagewechsel
- Berührung (besonders der Zähne)
- Warme Speisen
- Linke Körperseite
- Bewegung und Gehen
- Kalte Umschläge am Kopf
- Zusammenbeißen der Zähne
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Warme Speisen werden schlecht vertragen
- Weitere Abneigungen in der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Rotlauf (Erysipel) des Gesichts aufgeführtKlassisch zugeordnet zu brennenden Hautausschlägen mit BläschenbildungBei brennenden Knochenschmerzen genanntBei Zahnschmerzen mit ruckendem Charakter verzeichnetIn der Literatur bei brennenden Reizzuständen von Hals und Magen beschrieben
Abgrenzung
Von Apis, das ebenfalls Schwellung und Brennen zeigt, unterscheidet Euphorbium die deutliche Besserung durch Bewegung und die Bläschen- und Krustenbildung. Rhus toxicodendron teilt Bläschenausschlag und Besserung durch Bewegung, hat jedoch die charakteristische Ruhelosigkeit und die Verschlimmerung durch Nässe. Gegenüber Cantharis, dessen Brennen und Blasenbildung noch heftiger ist, bleibt Euphorbium ein selten belegtes Mittel mit schmalerer Prüfungsgrundlage; es sollte nur bei deutlicher Übereinstimmung der örtlichen Zeichen erwogen werden.
Verwandte Mittel
Nitricum acidumSulphurRhus toxicodendronCantharisApis mellifica
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.