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Materia medica · Nr. 141

Euphorbium officinarum

Euph.

In 3.737 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Euphorbium officinarum, der eingetrocknete Milchsaft einer nordafrikanischen Wolfsmilch, gehört zu den stark hautreizenden Pflanzen. Das Arzneimittelbild ist geprägt von brennenden, beißenden Empfindungen an Haut und Schleimhäuten mit Blasenbildung und Rotlauf (Erysipel) sowie von brennenden Knochenschmerzen. Es ist ein selten verordnetes Mittel mit begrenzter Prüfungsgrundlage.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist in der Literatur nicht näher beschrieben; das Mittel wird überwiegend nach den örtlichen Brenn- und Hautsymptomen bestimmt.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen kaum Rubriken vor. Die Literatur erwähnt Mattigkeit und Unlust bei gleichzeitiger Besserung durch Bewegung; ein ausgearbeitetes Gemütsbild ist nicht überliefert.

Gemütsbild

Zum Gemüt liegen keine Rubriken vorBeschrieben wird allenfalls Mattigkeit mit UnruheDas Mittel wird vorwiegend nach körperlichen Zeichen bestimmt

In den vorliegenden Repertoriumsdaten fehlt der Abschnitt Gemüt vollständig, und auch die klassische Materia medica beschreibt Euphorbium fast ausschließlich über örtliche Empfindungen. Angedeutet wird eine matte, unlustige Verfassung, die sich beim Gehen und in Bewegung bessert, während Liegen und Sitzen schlechter machen. Ein ausgearbeitetes seelisches Bild, wie es von den großen Polychresten bekannt ist, liegt für dieses Mittel nicht vor. Aussagen darüber hinaus wären nicht belegbar.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

Leitsymptome

Brennende, beißende Hautausschläge mit Bläschenbildung und Schwellung; Rotlauf (Erysipel) besonders im Gesicht und an den Wangen
Brennen im Hals und in der Speiseröhre mit Hitzegefühl
Brennende Knochenschmerzen und reißende Schmerzen in der Hüfte, wie verdreht
Zahnschmerz mit ruckartigem Charakter, durch Berührung verschlimmert; Besserung durch Zusammenbeißen der Zähne
Magenbeschwerden mit Zusammenschnüren und dem Gefühl, der Magen hänge herunter
Frost beim Gehen im Freien und beim Essen, mit Kältegefühl während der Schmerzen
Verschlechterung
  • Liegen und Sitzen, Lagewechsel
  • Berührung (besonders der Zähne)
  • Warme Speisen
  • Linke Körperseite
Verbesserung
  • Bewegung und Gehen
  • Kalte Umschläge am Kopf
  • Zusammenbeißen der Zähne

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Warme Speisen werden schlecht vertragen
  • Weitere Abneigungen in der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Rotlauf (Erysipel) des Gesichts aufgeführtKlassisch zugeordnet zu brennenden Hautausschlägen mit BläschenbildungBei brennenden Knochenschmerzen genanntBei Zahnschmerzen mit ruckendem Charakter verzeichnetIn der Literatur bei brennenden Reizzuständen von Hals und Magen beschrieben

Abgrenzung

Von Apis, das ebenfalls Schwellung und Brennen zeigt, unterscheidet Euphorbium die deutliche Besserung durch Bewegung und die Bläschen- und Krustenbildung. Rhus toxicodendron teilt Bläschenausschlag und Besserung durch Bewegung, hat jedoch die charakteristische Ruhelosigkeit und die Verschlimmerung durch Nässe. Gegenüber Cantharis, dessen Brennen und Blasenbildung noch heftiger ist, bleibt Euphorbium ein selten belegtes Mittel mit schmalerer Prüfungsgrundlage; es sollte nur bei deutlicher Übereinstimmung der örtlichen Zeichen erwogen werden.

Verwandte Mittel

Nitricum acidumSulphurRhus toxicodendronCantharisApis mellifica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.