Eupatorium perfoliatum, der Wasserdost aus der Familie der Korbblütler, wird in der Materia medica als Mittel fieberhafter Zustände mit tiefsitzenden Knochenschmerzen beschrieben. Kennzeichnend ist das Gefühl, als seien alle Knochen zerbrochen, verbunden mit unstillbarem Durst und Frostschauern. Die englische Volksbezeichnung des Krauts weist auf diesen Knochenschmerz hin.
Konstitution
Gemütsbild
Unruhe und Stöhnen unter dem Eindruck der GliederschmerzenErschöpfung und Niedergeschlagenheit im FieberverlaufIn den vorliegenden Rubriken sind Gemütssymptome nicht ausgewiesen
Zu Eupatorium perfoliatum liegen in den vorliegenden Rubriken keine belastbaren Gemütssymptome vor. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel überwiegend als akutes Fiebermittel und schildert die seelische Verfassung als Folge der körperlichen Qual: Die Kranken stöhnen und wälzen sich, finden aber durch Bewegung keine Erleichterung, weil jede Lage schmerzt. Beschrieben wird eine bedrückte, erschöpfte Stimmung während des Fieberverlaufs. Weitergehende Aussagen zum Gemüt sind aus der Datenlage nicht abzuleiten.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Kalte Luft und Kaltwerden
- Bewegung, besonders bei Übelkeit und Kopfschmerz
- Trinken, das Frost und Erbrechen auslöst
- Morgens, in den frühen Stunden
- Liegen bei Hinterkopfschmerz
- Schwitzen, sobald es einsetzt
- Erbrechen der Galle bei manchen Beschwerden
- Ruhiges Liegen mit dem Gesicht nach unten, in der Literatur beschrieben
- Wärme und Zudecken
Verlangen und Abneigungen
- Kalte Getränke
- Eis und kaltes Wasser, in der Literatur beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei fieberhaften Zuständen mit heftigen Knochen- und Gliederschmerzen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Frostschauern mit unstillbarem DurstBei Kopfschmerz im Hinterkopf mit Wundheitsgefühl verzeichnetBei gallig-bitterem Erbrechen im Fieberverlauf genanntBei Rückenschmerzen mit Zerschlagenheitsgefühl in der Literatur beschriebenBei Schnupfen mit Niesen und tränenden Augen aufgeführt
Abgrenzung
Bryonia teilt die Zerschlagenheit und den Durst auf große Mengen, bessert sich aber ausgeprägt durch absolute Ruhe und festen Druck, während bei Eupatorium der Knochenschmerz im Vordergrund steht und keine Lage Erleichterung bringt. Rhus toxicodendron hat ebenfalls Gliederschmerzen, jedoch mit deutlicher Besserung durch fortgesetzte Bewegung und Ruhelosigkeit. Arnica zeigt das Zerschlagenheitsgefühl der Weichteile, nicht den bohrenden Knochenschmerz. Für Eupatorium spricht die Verbindung von Knochenschmerz, galligem Erbrechen und heftigem Durst vor dem Frost.
Verwandte Mittel
BryoniaRhus toxicodendronArnica montanaNux vomicaChina officinalisNatrium muriaticum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.