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Materia medica · Nr. 1495

Euonyminum

Euonin.

In 17 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Euonyminum ist der aus der Rinde des nordamerikanischen Spindelstrauchs Euonymus atropurpurea gewonnene Wirkstoff und steht damit dem Mittel Euonymus atropurpurea unmittelbar zur Seite. Die Repertorien führen es bei Leberbeschwerden, Gallenkolik, Durchfallerkrankungen und bei eiweißhaltigem Harn. Sein Kernthema ist die gestörte Gallentätigkeit mit Auswirkungen auf Verdauung und Wasserhaushalt.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Quellen beschreiben keinen eigenen Konstitutionstyp; das Mittel wird nach den Leber- und Darmzeichen gewählt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentGemütsrubriken liegen nicht vor. Die Literatur beschreibt für die Lebermittel dieser Gruppe eine gedrückte, verdrossene Stimmungslage bei gestörter Gallentätigkeit, führt dies für Euonyminum jedoch nicht eigens aus.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken verzeichnetVerdrossenheit bei gestörter Gallentätigkeit, aus der Gruppe der Lebermittel abgeleitetAuswahl nach körperlichen Zeichen

Für Euonyminum sind keine Gemütszeichen hinterlegt. Die alten Berichte befassen sich mit der Wirkung auf Leber, Galle und Darm; ein seelisches Bild wird nicht mitgeteilt. Was in der Literatur über die Verstimmung bei Gallenbeschwerden steht, gilt allgemein für die Gruppe der Lebermittel und ist keine Prüfungsaussage zu diesem Wirkstoff. Eine Darstellung des Gemütsbildes wäre daher hier nicht belegbar.

Ängste: Keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht beschrieben

Leitsymptome

Schmerz in der Lebergegend, in den Rubriken ausdrücklich als Gallensteinkolik geführt
Verdorbener Magen mit Übelkeit und Widerwillen gegen Speisen
Durchfall, Ruhr und choleraartige Durchfälle
Eiweißhaltiger Harn
Nierenentzündung mit Eiweißausscheidung
Wassersucht, in den klinischen Rubriken aufgeführt
Verschlechterung
  • Fette und reichliche Speisen, wie bei den Gallenmitteln beschrieben
  • Nach dem Essen
  • Bewegung während der Kolik
Verbesserung
  • Ruhige, warme Lage
  • Nach Abgang von Stuhl
  • Weitere Besserungen sind nicht geprüft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseverlangen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben
Abneigung
  • Abneigung gegen fette Speisen, aus dem Bild der Gallenmittel abgeleitet
  • Weitere Speiseabneigungen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Leberschmerz und GallensteinkolikDurchfall, Ruhr und choleraartige DurchfälleEiweißhaltiger Harn und NierenentzündungVerdorbener MagenWassersucht

Abgrenzung

Euonymus atropurpurea, aus dessen Rinde dieser Wirkstoff stammt, deckt dasselbe Leber- und Gallenfeld ab und wird zusätzlich bei Schwindel mit Schwebegefühl und bei erhöhtem Blutdruck genannt. Chelidonium majus ist das ungleich besser geprüfte Lebermittel mit dem charakteristischen Schmerz unter dem rechten Schulterblatt, Lycopodium mit Blähung und Verschlimmerung am Nachmittag. Euonyminum tritt vor allem dort ins Blickfeld, wo Gallenkolik und Eiweißharn nebeneinanderstehen.

Verwandte Mittel

Euonymus atropurpureaChelidonium majusLycopodium clavatumBerberis vulgarisPodophyllum peltatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.