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Materia medica · Nr. 1471

Eryngium aquaticum

Ery-a.

In 294 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Eryngium aquaticum, die nordamerikanische Sumpf-Mannstreu, ist in der Materia medica als Mittel der Harn- und Geschlechtsorgane beschrieben. Kennzeichnend sind anhaltender Harndrang bei nur tröpfelnder Entleerung, Brennen in der Harnröhre beim Wasserlassen und Samenabgang ohne Erregung. Dazu tritt ein ausgeprägter Schwindel, der in den Rubriken im höchsten Grad verzeichnet ist.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird nicht hervorgehoben. Beschrieben ist das Mittel überwiegend bei Männern mit Reizzuständen der Harnwege und der Vorsteherdrüse sowie mit Schwächezuständen nach Samenverlusten.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin eigenständiges Gemütsbild ist nicht ausgearbeitet. Die Repertorien führen kein Kapitel Gemüt; beschrieben wird die Erschöpfung, die sich nachmittags und nach dem Gehen einstellt, mit plötzlicher Ohnmachtsneigung beim Aufrichten.

Gemütsbild

Keine kennzeichnenden Gemütsrubriken verzeichnetErschöpfung und Ohnmachtsneigung als AllgemeinzeichenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Eryngium aquaticum ist über die örtlichen Zeichen der Harn- und Geschlechtsorgane erschlossen; ein Gemütsbild liegt nicht vor. Die vorhandenen Rubriken enthalten kein Kapitel Gemüt, und auch die klassische Materia medica beschreibt keine kennzeichnenden seelischen Züge. Was sich dem Allgemeinbefinden entnehmen lässt, ist eine Schwäche mit Ohnmachtsneigung, die plötzlich beim Aufrichten aus dem Sitzen eintritt, sowie eine nachmittägliche Erschöpfung nach dem Gehen. Der ausgeprägte Schwindel, in den Rubriken im höchsten Grad verzeichnet, gehört ebenfalls in dieses Bild.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwindel, in den Rubriken im höchsten Grad verzeichnet
Anhaltender, ständiger Harndrang, Tag und Nacht, mit tröpfelnder Entleerung und erschwertem Wasserlassen
Brennender Schmerz in der Harnröhre während des Wasserlassens; Reizzustand von Blase und Nieren
Samenabgang nachts ohne Erregung sowie zu leichter Samenabgang bei Berührung; Abgang von Sekret der Vorsteherdrüse
Bindehautentzündung, auch mit körniger Beschaffenheit, mit schleimig-eitriger Absonderung, brennenden und stechenden Schmerzen sowie Verschlimmerung durch helles Licht
Schweiß mit harnartigem Geruch; Beschwerden des Mittelohrs; Erschöpfung nachmittags nach dem Gehen mit plötzlicher Ohnmachtsneigung beim Aufrichten
Verschlechterung
  • Nachts, hinsichtlich Harndrang und Samenabgang
  • Während des Wasserlassens
  • Helles Licht, hinsichtlich der Augenbeschwerden
  • Nachmittags und nach dem Gehen
  • Beim Aufrichten aus dem Sitzen
Verbesserung
  • Ruhe und Liegen
  • Wärme, hinsichtlich der Augenschmerzen
  • Nach vollständiger Entleerung der Blase

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei anhaltendem Harndrang mit erschwertem, tröpfelndem Wasserlassen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu brennenden Schmerzen der Harnröhre beim WasserlassenBei nächtlichem Samenabgang ohne Erregung verzeichnetBei Abgang von Sekret der Vorsteherdrüse genanntBei Bindehautentzündung mit körniger Beschaffenheit beschriebenBei Reizzuständen von Blase und Nieren aufgeführt

Abgrenzung

Cannabis sativa teilt das Brennen in der Harnröhre beim Wasserlassen, zeigt jedoch stärker die tropfenweise Absonderung mit Zusammenschnüren. Cantharis steht bei brennendem, unerträglichem Harndrang mit blutigem Harn im Vordergrund. Für Samenabgang ohne Erregung mit nachfolgender Erschöpfung ist Selenium besser belegt, bei Sekretabgang der Vorsteherdrüse Sabal serrulata und Staphisagria. Für Eryngium spricht das Zusammentreffen von ständigem Harndrang, Brennen und ausgeprägtem Schwindel.

Verwandte Mittel

Cannabis sativaCantharisSeleniumSabal serrulataStaphisagriaThuja occidentalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.