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Materia medica · Nr. 1468

Erodium cicutarium

Erod.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Erodium cicutarium, der Gewöhnliche Reiherschnabel, ist ein Storchschnabelgewächs der Wegränder und Brachflächen und mit Geranium maculatum verwandt. In der Volksheilkunde galt die Pflanze als blutstillend, und genau dort liegt der überlieferte Schwerpunkt: Die Datenbasis führt sie bei Blutungen und bei Polypen der Gebärmutter.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über den örtlichen Befund an der Gebärmutter und über die Blutungsneigung beschrieben.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Das Mittel ist klein geprüft und wird in der Literatur als örtlich wirkende Arznei geführt.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertErschöpfung und Sorge bei anhaltenden oder wiederkehrenden BlutungenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Erodium cicutarium sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die überlieferten Angaben betreffen ausschließlich den weiblichen Genitalbereich und die Blutung. Die Erschöpfung und die Beunruhigung, die anhaltende Blutverluste mit sich bringen, gehören zur Beschwerde selbst und sind kein geprüftes Arzneimittelbild. Die Auswahl stützt sich deshalb auf den körperlichen Befund; für eine Beurteilung des Gemüts fehlt bei diesem Mittel die Grundlage.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Polypen der Gebärmutter - die kennzeichnende Angabe des Mittels
Blutungen, im klinischen Kapitel der Datenbasis ausdrücklich verzeichnet
Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane, in der Datenbasis als Oberbegriff geführt
Volksheilkundlich wurde die Pflanze bei Blutungen verwendet; darauf beruht die Zuordnung
Verschlechterung
  • Anstrengung und Heben, wie bei Blutungsneigung allgemein beschrieben
  • Zeit der Regelblutung
Verbesserung
  • Ruhe und Liegen
  • Kühle Anwendungen, wie bei blutenden Zuständen üblich

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Polypen der Gebärmutter aufgeführtIn Repertorien bei Blutungen genanntIn Repertorien bei Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane verzeichnet

Abgrenzung

Bei Blutungen aus der Gebärmutter sind Trillium pendulum mit hellrotem Blutfluss und Schwächegefühl, Thlaspi bursa-pastoris mit gehäuften, langen Blutungen und Krämpfen sowie Sabina mit hellrotem, klumpigem Blut die weit besser ausgearbeiteten Mittel. Bei Polypenbildung werden klassisch Calcarea carbonica, Thuja occidentalis und Sanguinaria canadensis genannt. Geranium maculatum ist der nächste Verwandte innerhalb der Familie und teilt den Ruf als blutstillendes Mittel. Erodium cicutarium bleibt daneben ein kleiner Eintrag ohne eigenes Gesamtbild.

Verwandte Mittel

Geranium maculatumThlaspi bursa-pastorisTrillium pendulumSabinaCalcarea carbonica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.