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Materia medica · Nr. 1445

Epilobium palustre

Epil.

In 11 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Epilobium palustre, das Sumpf-Weidenröschen, ist ein Nachtkerzengewächs feuchter Standorte und in der homöopathischen Literatur ein sehr kleines, wenig geprüftes Mittel. Die überlieferten Angaben sammeln sich im Bereich von Hals und Kehlkopf: wundes Halsgefühl mit erschwertem Schlucken, vermehrter Speichelfluss und begleitendes Fieber. Ein zusammenhängendes Arzneimittelbild liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Ein Konstitutionsbild ist für dieses Mittel nicht überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Temperamentsbild ist nicht ausgearbeitet. Die verzeichneten Rubriken betreffen ausschließlich körperliche Zeichen im Bereich von Hals, Kehlkopf und Mund.

Gemütsbild

Kein Gemütsbild überliefertBeschwerden ausschließlich im Hals- und Kehlkopfbereich verzeichnetSehr schmale Datenlage

Zu Epilobium palustre liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor, und auch die klassische Materia medica beschreibt keine seelischen Symptome. Die Gattung der Weidenröschen ist in der Volksheilkunde vor allem über Epilobium parviflorum bekannt, das dort bei Beschwerden der Vorsteherdrüse verwendet wird; das Sumpf-Weidenröschen ist davon zu unterscheiden und in der Homöopathie nur mit wenigen Angaben vertreten. Was vorliegt, ist ein enger Symptombereich um Hals und Kehlkopf. Ein Gemüts- oder Allgemeinbild daraus abzuleiten wäre nicht belegt.

Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Halsschmerz mit wundem, rohem Gefühl
Erschwertes Schlucken
Beschwerden des Kehlkopfs
Vermehrter Speichelfluss
Begleitendes Fieber, in den Rubriken ohne nähere Kennzeichnung verzeichnet
Verschlechterung
  • Schlucken, entsprechend den verzeichneten Halsbeschwerden
  • Sprechen, bei dem die Kehlkopfbeschwerden hervortreten
Verbesserung
  • Ruhe der Stimme
  • Nähere Besserungsangaben sind in der Literatur nicht beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine kennzeichnenden Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Halsschmerzen mit wundem GefühlErschwertes SchluckenKehlkopfbeschwerdenVermehrter SpeichelflussFieberhafte Halsentzündungen

Abgrenzung

Bei wundem Halsgefühl mit erschwertem Schlucken und Speichelfluss ist Mercurius solubilis das große, umfassend belegte Vergleichsmittel, gekennzeichnet durch übelriechenden Atem und nächtliche Verschlechterung. Belladonna wird bei plötzlichem, hochrotem Halsbefund genannt, Phytolacca decandra bei dunkelrotem Hals mit Schmerzausstrahlung zum Ohr, Apis mellifica bei starker Schwellung mit stechendem Schmerz. Epilobium palustre bleibt wegen der sehr schmalen Datenlage ein kleines Mittel ohne ausgearbeitetes Bild.

Verwandte Mittel

Mercurius solubilisBelladonnaPhytolacca decandraApis mellifica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.