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Materia medica · Nr. 1439

Epigea repens

Epig.

In 14 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Epigea repens, die Kriechende Maiblume aus der Familie der Heidekrautgewächse, ist ein kleines, klar umgrenztes Harnwegsmittel. Das Repertorium führt es fast ausschließlich mit Angaben zu Blase, Harnleitern und Harnsediment: Harngrieß, Blasensteine und schmerzhaftes, tropfenweises Wasserlassen. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild ist für dieses Mittel nicht überliefert.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp beschrieben; das Mittel wird über die Harnwegsangaben und nicht über den Körperbau bestimmt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentFür Epigea repens ist kein charakteristisches Temperament überliefert. Die Materia medica bei Boericke und Clarke beschreibt das Mittel als reines Harnwegsmittel. Die Bestimmung erfolgt über die Sedimentbeschaffenheit des Urins und die Schmerzangaben, nicht über seelische Eigenarten.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturReizbarkeit durch anhaltenden Harndrang möglichMittel wird über die Harnwegsangaben bestimmt

Das Repertorium verzeichnet für Epigea repens keine Gemütsrubriken, und auch die klassische Materia medica geht auf das Gemüt nicht ein. Was die Praxis beschreibt, ist die begleitende Zermürbung durch quälenden Harndrang und schmerzhaftes Wasserlassen, wie sie bei Steinleiden allgemein auftritt; sie ist jedoch kein mittelspezifisches Zeichen. Eine darüber hinausgehende seelische Charakterisierung wäre nicht belegt. Wer Epigea repens erwägt, orientiert sich am Sediment des Urins, am Schmerzverlauf entlang des Harnleiters und an der Sykose als Hintergrund, die das Repertorium als allgemeine Angabe führt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Sandiges, grießartiges Sediment im Urin, kleine Konkremente - die kennzeichnendste Angabe des Mittels
Blasensteine mit Reizung der Blase
Schmerzhaftes, erschwertes Wasserlassen (Dysurie) und tropfenweiser, quälender Harndrang (Strangurie)
Schmerz im Bereich der Nieren und der Harnleiter, im Repertorium besonders linksseitig verzeichnet
Sykotische Belastung als allgemeiner Hintergrund
Nachträufeln und Brennen nach dem Wasserlassen
Verschlechterung
  • Wasserlassen, besonders am Ende des Harnstrahls
  • Erschütterung und Fahren
  • Zurückhalten des Harns
Verbesserung
  • Reichliches Trinken und ausgiebiges Wasserlassen
  • Wärme über der Blasengegend

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Harngrieß und Sandsediment im UrinBlasensteineSchmerzhaftes und tropfenweises WasserlassenReizblaseSchmerzen im Verlauf des Harnleiters

Abgrenzung

Berberis vulgaris ist das breiter ausgearbeitete Mittel bei Harnsteinen, dort mit ausstrahlenden Schmerzen von der Nierengegend abwärts und ziegelmehlartigem Sediment. Lycopodium clavatum führt roten Sand im Urin und ein umfassendes Konstitutionsbild, das Epigea repens fehlt. Sarsaparilla zeigt den kennzeichnenden Schmerz am Ende des Wasserlassens und das Wasserlassen nur im Stehen. Cantharis steht dem quälenden, brennenden Harndrang nahe, ist aber durch die Heftigkeit der Entzündung unterschieden.

Verwandte Mittel

Berberis vulgarisLycopodium clavatumSarsaparillaCantharisPareira brava

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.