Electricitas gehört zu den sogenannten Imponderabilien, jenen Arzneien der Homöopathie, die nicht aus einem Stoff, sondern aus einer Energieform gewonnen wurden. Neben Magnetis polus und Sol steht die Elektrizität in dieser kleinen Gruppe, deren Prüfungen auf das 19. Jahrhundert zurückgehen. Die Repertorien führen das Mittel bei Hysterie, bei Veitstanz, bei Lähmungen, bei rheumatischen Beschwerden und bei Kopfschmerz auf. Auffällig ist die durchgehende Beziehung zu Nerven und Muskelbewegung.
Konstitution
Gemütsbild
Hysterie, in den Gemütsrubriken als einziger seelischer Eintrag geführtErhöhte Reizbarkeit des NervensystemsHeftige Reaktionen auf geringe AnlässeKein weiter ausgearbeitetes seelisches Bild überliefert
Der einzige Gemütseintrag von Electricitas ist die Hysterie, wie sie die Literatur des 19. Jahrhunderts verstand: ein Zustand rasch wechselnder Erregung mit krampfartigen Erscheinungen, bei dem der Körper heftiger antwortet, als es der Anlass erwarten ließe. Diese Angabe fügt sich zu den übrigen Rubriken, die alle das Nervensystem und die Bewegung betreffen, vom Veitstanz bis zur Lähmung. Das Bild bleibt damit auf die Erregbarkeit und ihr Gegenstück, das Erlahmen, beschränkt. Über Ängste, Kummer oder besondere Vorstellungen ist für dieses Mittel nichts überliefert, und die Prüfungen der Imponderabilien sind insgesamt schmal.
Ängste: In der Datenbasis sind keine eigenen Angstrubriken verzeichnet, Die überlieferte Gemütslage betrifft die allgemeine nervöse Erregbarkeit
Leitsymptome
- Gewitterstimmung und elektrisch geladene Luft, wie es die Literatur zu den Imponderabilien beschreibt
- Erregung und Aufregung
- Ruhe und reizarme Umgebung
- In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Besserungsmodalitäten verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- Für die Imponderabilien sind Speiseverlangen nicht überliefert
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- Die Rubriken betreffen ausschließlich Gemüt, Kopf und die klinischen Zuordnungen
In Repertorien häufig zugeordnet
Zustände mit rasch wechselnder nervöser Erregung, in Repertorien unter Hysterie aufgeführtVeitstanz mit unwillkürlichen Bewegungen, klinisch zugeordnetLähmungszuständeRheumatische BeschwerdenKopfschmerzen
Abgrenzung
Innerhalb der Imponderabilien stehen Magnetis polus australis und arcticus sowie Sol daneben; sie teilen die schmale Prüfungsgrundlage. Für den Veitstanz sind Agaricus muscarius, Cuprum metallicum und Zincum metallicum die klassisch zugeordneten Mittel, für Beschwerden nach Blitzschlag oder starkem Schreck Phosphorus. Für Zustände nervöser Übererregbarkeit wird häufig Ignatia amara oder Moschus erwogen. Electricitas kommt vor allem dort ins Blickfeld, wo die Krankengeschichte selbst auf eine Einwirkung von Strom oder Blitz weist.
Verwandte Mittel
Magnetis polus australisPhosphorusAgaricus muscariusCuprum metallicumIgnatia amara
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.