Elaterium wird aus der Spritzgurke gewonnen, einem Kürbisgewächs mit stark abführender Wirkung. In der Materia medica steht es für heftige, wässrige, schaumige Durchfälle, die stoßweise und unwillkürlich hervorbrechen und den Kranken rasch entkräften. Dazu gehören schneidende Bauchkrämpfe, ein kleiner, schwacher Puls und Frostzustände mit regelmäßig wiederkehrenden Anfällen.
Konstitution
Gemütsbild
Keine kennzeichnenden Gemütsrubriken verzeichnetErschöpfung und Hinfälligkeit nach FlüssigkeitsverlustUnruhe im akuten Anfall
Elaterium ist in der Literatur als akutes Mittel des Verdauungstraktes beschrieben, nicht als Konstitutionsmittel. Die vorliegenden Rubriken enthalten kein Kapitel Gemüt, und auch die klassischen Autoren beschränken sich auf die körperlichen Zeichen. Was an seelischer Verfassung geschildert wird, ist Folge des Zustands: rasch eintretende Schwäche, Hinfälligkeit und Unruhe bei starkem Flüssigkeitsverlust. Ein davon unabhängiges Gemütsbild liegt nicht vor.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nach Essen und Trinken
- Während des Frostanfalls und unmittelbar danach
- Nach vorangegangenem Gebrauch von Chinarinde und ihren Bestandteilen
- Mittags, hinsichtlich der Frostzustände
- Bewegung im akuten Zustand
- Ruhe und Liegen
- Wärme, besonders am Bauch
- Nach Abgang von Blähungen
- Nach Entleerung des Darms für kurze Zeit
Verlangen und Abneigungen
- Durst während der Hitze
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei heftigen, wässrigen und schaumigen Durchfällen im höchsten Grad aufgeführtKlassisch zugeordnet zu krampfartigen, schneidenden Bauchschmerzen mit eingeklemmten BlähungenBei Frost- und Fieberzuständen mit regelmäßig wiederkehrenden Anfällen verzeichnetBei Beschwerden nach vorangegangenem Gebrauch von Chinarinde genanntBei Nesselausschlag im Anschluss an Frostanfälle beschriebenBei Wadenkrämpfen und ziehenden Schmerzen der unteren Gliedmaßen aufgeführt
Abgrenzung
Croton tiglium teilt den plötzlich hervorschießenden wässrigen Stuhl, der wie aus einem Rohr abgeht, und ist deutlich besser ausgearbeitet. Colocynthis steht bei schneidenden Bauchkrämpfen im Vordergrund, die sich durch Zusammenkrümmen und harten Druck bessern, während bei Elaterium der Durchfall selbst das Bild beherrscht. Veratrum album zeigt ähnlich rasche Entkräftung, jedoch mit kaltem Schweiß auf der Stirn und heftigem Erbrechen. Jatropha curcas und Podophyllum kommen bei reichlichen wässrigen Entleerungen ebenfalls in Betracht.
Verwandte Mittel
Croton tigliumColocynthisVeratrum albumPodophyllumJatropha curcasBryonia alba
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.