Elaps corallinus wird aus dem Gift der Korallenotter bereitet und gehört zu den Schlangenmitteln der homöopathischen Materia medica. Kennzeichnend sind schwarze, nicht gerinnende Blutungen aus Nase, Ohren und Lunge sowie ein ausgeprägtes inneres Kältegefühl, besonders im Magen nach kalten Getränken. Im Gemüt beschreibt die Literatur eine schwer erträgliche Furcht, allein zu bleiben, verbunden mit Vorahnungen und einer auffälligen Angst vor Regen.
Konstitution
Gemütsbild
Vorahnungen und dunkle VorgefühleFurcht, allein zu bleiben, aus Angst vor einem plötzlichen EreignisMisstrauen gegenüber anderenAngst vor Regen und vor GewitterInnere Unruhe mit dem Gefühl drohenden Unheils
Im Gemütskapitel steht bei Elaps die Rubrik der Vorahnungen und Vorgefühle im höchsten Grad. Die klassische Literatur beschreibt einen Menschen, der von der Vorstellung eines nahenden Unglücks beherrscht wird und deshalb ungern allein bleibt, zugleich aber Gesellschaft nicht wirklich als Erleichterung erlebt. Wie bei anderen Schlangenmitteln werden Misstrauen und Argwohn genannt. Auffällig und in der Materia medica wiederholt hervorgehoben ist die Furcht vor Regen, die zu den Verschlimmerungsrubriken bei Regenwetter passt. Hinzu kommt eine innere Unruhe, die sich nicht in Betriebsamkeit äußert, sondern als dumpfe Erwartung. Das Gemütsbild ist gegenüber Lachesis insgesamt stiller und weniger redselig.
Ängste: Furcht, allein zu bleiben, Angst vor Regen und Gewitter, Angst vor einem plötzlichen Unglück oder vor dem Sterben
Leitsymptome
- Bei und vor Regenwetter
- Durch kalte Getränke und Eis
- Im Sommer
- Morgens
- Durch kalte Luft
- Während der Menses
- Beim Essen, besonders Kopfbeschwerden
- An frischer, offener Luft, nach der ein Verlangen besteht
- Beim Aufdecken während der Hitze
Verlangen und Abneigungen
- Verlangen nach frischer, offener Luft
- In der Literatur wird ein Verlangen nach Eis und kalten Getränken genannt, die anschließend verschlimmern
- Abneigung gegen kalte Getränke wegen der darauf folgenden inneren Kälte
- Darüber hinaus in den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei dunklen, schwer gerinnenden Blutungen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Nasenbluten, Nasenpolypen und übelriechendem NasenkatarrhBei Ohrenausfluss, auch blutig, und Ohrgeräuschen verzeichnetBei Magenbeschwerden mit eisigem Kältegefühl nach kalten Getränken genanntIn der Literatur bei Beschwerden mit ausgeprägter Furcht vor dem Alleinsein und vor Regen beschriebenBei Menstruationsbeschwerden mit dunkler Blutung aufgeführt
Abgrenzung
Innerhalb der Schlangenmittel unterscheidet sich Elaps von Lachesis durch die auffällige innere Kälte und das Fehlen der Redseligkeit sowie der Unverträglichkeit von Enge am Hals; Lachesis ist zudem linksseitig und verschlimmert sich nach dem Schlaf. Crotalus horridus teilt die schwarzen, nicht gerinnenden Blutungen, zeigt aber deutlicher Gelbsucht und Sepsis. Carbo vegetabilis ähnelt in der Kälte und dem Verlangen nach Luft, ohne das Blutungsbild und die Vorahnungen. Für Elaps sprechen die Kombination aus Rechtsseitigkeit, eisiger Magenkälte und der Angst vor Regen.
Verwandte Mittel
LachesisCrotalus horridusCarbo vegetabilisAluminaArsenicum albumNaja tripudians
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.