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Materia medica · Nr. 135

Echinacea angustifolia

Echi.

In 448 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Echinacea angustifolia, der Schmalblättrige Sonnenhut, wird in der homöopathischen Literatur bei Zuständen mit tiefgreifender Entzündung und Erschöpfung der Abwehrkräfte beschrieben. Die Repertorien führen im höchsten Grad innerliche und äußerliche Entzündungen sowie anhaltendes und septisches Fieber auf. Kennzeichnend ist eine ausgeprägte Abneigung gegen jede geistige Anstrengung mit auffallender Verlangsamung.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird nicht hervorgehoben; beschrieben werden Menschen in einem Zustand tiefer Erschöpfung mit schleppendem Krankheitsverlauf.
Thermalitätfrostig
TemperamentBeschrieben wird eine schwerfällige, verlangsamte Verfassung. Die Repertorien führen die Abneigung gegen das Denken und eine allgemeine Langsamkeit auf. Bereits geringe geistige Anstrengung wird als lästig empfunden; das Denken wirkt zäh und mühsam, entsprechend dem allgemeinen Erschöpfungszustand.

Gemütsbild

Abneigung gegen das Denken und gegen geistige AnstrengungVerlangsamung und SchwerfälligkeitBenommenheit bei fieberhaften ZuständenGefühl, der Kopf sei vergrößert

Das Gemütsbild ist knapp, aber charakteristisch. Die Repertorien verzeichnen eine Abneigung gegen das Denken sowie eine allgemeine Langsamkeit. Beides gehört zum Bild eines Menschen, dessen Kräfte durch einen zehrenden Entzündungsprozess aufgebraucht sind: Die Aufmerksamkeit hält nicht, das Denken bleibt zäh, geistige Anstrengung wird gemieden. Passend dazu steht die Empfindung, der Kopf sei vergrößert, die auf die benommene, druckvolle Verfassung während fieberhafter Zustände verweist. Eigenständige Ängste oder Wahnideen sind für dieses Mittel nicht überliefert; es wird in der Praxis fast ausschließlich nach dem Entzündungs- und Erschöpfungsbild gewählt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Innerliche und äußerliche Entzündungen, in den Repertorien im höchsten Grad aufgeführt
Anhaltendes Fieber sowie Fieber bei zehrenden, septischen Zuständen; auch bei Scharlachfieber verzeichnet
Karbunkel und tief sitzende Eiterungen der Haut; Wundrose im Gesicht
Dumpfer Kopfschmerz im Hinterkopf, der sich durch Druck bessert; pulsierender Schläfenschmerz, durch Bewegung verschlimmert
Entzündungen im Bauchraum, in den Repertorien auch bei Blinddarm- und Bauchfellentzündung aufgeführt
Brennendes Roheitsgefühl der Zunge; Augenschmerz beim Lesen; Schmerzen der Brustmuskeln und in der Zwerchfellgegend
Verschlechterung
  • Bewegung (Schläfenkopfschmerz)
  • Geistige Anstrengung
  • Lesen (Augenschmerz)
  • Fortschreitender Erschöpfungszustand
  • Kälte
Verbesserung
  • Druck auf den Hinterkopf
  • Ruhe
  • Wärme

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei innerlichen und äußerlichen Entzündungen aufgeführtBei anhaltendem und zehrendem Fieber verzeichnetBei Karbunkeln und tief sitzenden Hauteiterungen genanntBei Wundrose im Gesicht in den Repertorien vermerktBei Entzündungen im Bauchraum aufgeführtBei dumpfem Hinterkopfschmerz mit Besserung durch Druck verzeichnet

Abgrenzung

Baptisia tinctoria steht ebenfalls bei zehrenden fieberhaften Zuständen mit Benommenheit, zeigt aber das charakteristische Zerstreutheitsgefühl, als seien die Glieder verstreut, und übelriechende Absonderungen. Arsenicum album teilt die Erschöpfung und Unruhe, ist jedoch von Angst, Frostigkeit und der Verschlechterung nach Mitternacht geprägt. Lachesis kommt bei septischen Zuständen mit dunkler Verfärbung und Berührungsempfindlichkeit in Betracht. Hepar sulfuris und Calendula werden in der Literatur bei Eiterungen und Wunden im selben Umfeld genannt.

Verwandte Mittel

Baptisia tinctoriaArsenicum albumLachesisHepar sulfuris calcareumCalendula officinalisRhus toxicodendron

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.