Bacillus dysenteriae, meist als Dysentery Co. geführt, gehört zu den Darmnosoden, die Edward Bach und später John Paterson aus nicht laktosevergärenden Darmbakterien bereiteten. Ihr Bild ist das der vorwegnehmenden Anspannung: Menschen, die vor jeder Prüfung, jedem Auftritt, jeder Reise innerlich zusammenziehen und deren Nervosität sich unmittelbar auf den Magen-Darm-Bereich legt. Im Repertorium am stärksten hervorgehoben ist das Zwölffingerdarmgeschwür.
Konstitution
Gemütsbild
Vorwegnehmende Anspannung vor EreignissenMangel an SelbstvertrauenGeistige und körperliche Anspannung, die nicht abfälltBeklemmung in engen RäumenZurückhaltung und Scheu vor Aufmerksamkeit
Das Gemütsbild dieser Darmnosode ist von einer inneren Spannung bestimmt, die sich im Voraus aufbaut. Der Gedanke an eine bevorstehende Prüfung, an eine Verabredung oder an eine Reise erzeugt Unruhe, Nervosität und ein Zusammenziehen im Bauch; die Rubrik der geistigen Anspannung ist eigens verzeichnet. Dazu tritt ein Mangel an Selbstvertrauen: Betroffene halten sich zurück, äußern sich vorsichtig und rechnen eher mit dem eigenen Versagen als mit dem Gelingen. Das Repertorium führt außerdem die Furcht in engen Räumen, die Beklemmung in Aufzügen, Menschenmengen und geschlossenen Räumen. In der Beschreibung Patersons stehen diese Züge in engem Zusammenhang mit den Beschwerden des oberen Verdauungswegs: Was seelisch nicht gelöst wird, meldet sich als Magen- und Zwölffingerdarmbeschwerde.
Ängste: Vorwegnehmende Angst vor bevorstehenden Ereignissen, Beklemmung und Furcht in engen Räumen, Angst zu versagen, den Erwartungen nicht zu genügen
Leitsymptome
- Erwartung eines Ereignisses, vor Prüfungen und Auftritten
- Enge Räume, Menschenmengen, geschlossene Fahrzeuge
- Aufregung und Zeitdruck
- Frische Luft und Weite
- Wenn das erwartete Ereignis begonnen hat
- Ruhe und vertraute Umgebung
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- Die Literatur zu den Darmnosoden nennt ein Verlangen nach Süßem
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien beim Geschwür des Zwölffingerdarms im höchsten hier vorliegenden Grad aufgeführtBei nervöser Anspannung mit Erwartungsangst genanntBei Mangel an Selbstvertrauen verzeichnetBei Beklemmung in engen Räumen aufgeführtBei Magenbeschwerden im Zusammenhang mit Aufregung genanntIn den klinischen Rubriken bei brüchigem Knochenbau aufgeführt
Abgrenzung
Argentum nitricum ist das nächstverwandte Mittel und teilt die Erwartungsangst, die Beklemmung in engen Räumen und die Magenbeschwerden; dort stehen jedoch Hast, Impulse an Abgründen und ein ausgeprägtes Verlangen nach Süßem im Vordergrund. Arsenicum album zeigt Unruhe und Ordnungsbedürfnis mit nächtlicher Verschlimmerung und brennenden Schmerzen. Kalium carbonicum teilt die Zwölffingerdarmbeschwerden und die Pflichtstrenge, mit Verschlimmerung in den frühen Morgenstunden. Lycopodium clavatum steht bei Versagensangst mit Blähung und Nachlassen der Angst, sobald begonnen wird. Für diese Nosode spricht die durchgehende Verbindung von Erwartungsspannung und Beschwerden des Zwölffingerdarms.
Verwandte Mittel
Argentum nitricumArsenicum albumKalium carbonicumLycopodium clavatumGelsemiumMorgan (Bach)
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.