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Materia medica · Nr. 3636

Dreaming Potency

Dream.

In 699 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Dreaming Potency ist kein Mittel der klassischen Materia medica, sondern stammt aus einer neueren Prüfung; das hier gezeichnete Bild stützt sich fast ausschließlich auf die in der Datenbank verzeichneten Rubriken. Auffällig ist ein traumartig gelöster Gemütszustand: ruhig, unbekümmert, in sich zurückgezogen, dabei mit erschwerter Konzentration und dem Empfinden, die Zeit vergehe zu langsam. Körperlich stehen zyklusabhängige Beschwerden, Blähungsbeschwerden des Unterbauchs und eine ausgeprägte Verlangenliste im Vordergrund.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; Angaben zu einem eigenen Konstitutionstyp liegen nicht vor.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie Rubriken zeichnen eine gelöste, fast schwebende Verfassung: Ruhe und Unbekümmertheit stehen neben Zerstreutheit und erschwerter Konzentration. Daneben sind Angst und ängstliche Ruhelosigkeit verzeichnet, so dass beide Pole nebeneinander bestehen können.

Gemütsbild

Ruhe und Gelassenheit als auffälliger ZugErschwerte Konzentration und ZerstreutheitVerändertes Zeitempfinden: die Zeit vergeht zu langsamUnbekümmertheit, SorglosigkeitAbneigung gegen Gesellschaft, RückzugÄngstliche Ruhelosigkeit als Gegenpol

Das Gemüt ist der am dichtesten belegte Bereich dieses Mittels und trägt die höchsten Grade. Verzeichnet sind Ruhe und Sorglosigkeit, zugleich aber Zerstreutheit, ein Nachlassen der Konzentration und das ausdrücklich aufgeführte Empfinden, die Zeit vergehe zu langsam. Hinzu kommen die Abneigung gegen Gesellschaft und der Wunsch, für sich zu bleiben. Angst und ängstliche Ruhelosigkeit sind in geringerem Grad ebenfalls verzeichnet, so dass sich ein Zustand abzeichnet, in dem äußere Gelassenheit und innere Unruhe wechseln können. Da es sich um ein neueres Prüfungsmittel handelt, fehlen die über Jahrzehnte gewachsenen klinischen Beschreibungen der alten Materia medica; die Angaben sind entsprechend zurückhaltend zu lesen.

Ängste: Unbestimmte Angst mit innerer Ruhelosigkeit, Unbehagen in Gesellschaft, das zum Rückzug führt

Leitsymptome

Zyklusabhängige Beschwerden: Verschlimmerung vor und während der Regelblutung, in mehreren Kapiteln wiederkehrend
Krampfartige, kneifende Unterbauchschmerzen, abends und während der Regelblutung
Auftreibung des Bauches am Nachmittag, besonders nach dem Essen; Blähungen mit gehemmtem Abgang
Brennen und Jucken im Unterbauch, brennender Schmerz in der linken Bauchseite
Schwere und Schwellung der Augenlider mit gelblicher Absonderung und abendlichem Brennen
Erschwertes, schmerzhaftes Atmen; Verschlimmerung bei Vollmond, in den Rubriken ausdrücklich verzeichnet
Verschlechterung
  • Vor und während der Regelblutung
  • Vollmond
  • Schokolade
  • Nachmittags, besonders nach dem Essen
  • Abends
Verbesserung
  • Freie Luft, mit ausgesprochenem Verlangen danach
  • Ruhe und Alleinsein

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Schokolade, zugleich als verschlimmernd verzeichnet
  • Süßigkeiten, besonders vor der Regelblutung
  • Kalte Getränke, Eis und Speiseeis
  • Warme Speisen und warme Getränke
  • Fettes, Eier
  • Obst, besonders saftiges Obst
Abneigung
  • Trockene Speisen
  • Tabak

In Repertorien häufig zugeordnet

In der Datenbank überwiegend bei Gemütsrubriken zu Ruhe, Zerstreutheit und verändertem Zeitempfinden aufgeführtBei zyklusabhängigen Beschwerden vor und während der Regelblutung verzeichnetBei krampfartigen Unterbauchschmerzen genanntBei Auftreibung des Bauches nach dem Essen aufgeführtBei Lidschwellung und Lidentzündung verzeichnet

Abgrenzung

Eine belastbare Abgrenzung ist bei einem neueren Prüfungsmittel nur eingeschränkt möglich. Das veränderte Zeitempfinden teilt Dreaming Potency mit Cannabis indica, dort jedoch mit ausgeprägten Wahrnehmungstäuschungen und Erregung; Alumina zeigt ebenfalls das zu langsame Vergehen der Zeit, verbunden mit Trockenheit und Verstopfung. Die zyklusabhängige Verschlimmerung mit Verlangen nach Süßem und Schokolade findet sich auch bei Sepia und Lycopodium, die beide ein weit besser gesichertes Gesamtbild besitzen. Vor einer Verordnung sollte das Bild dieses Mittels an den Originalunterlagen der Prüfung überprüft werden.

Verwandte Mittel

Cannabis indicaAluminaSepiaLycopodium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.