Diphtherinum ist eine Nosode, bereitet aus dem Sekret einer diphtherischen Rachenmembran. In der homöopathischen Literatur wird sie seit dem 19. Jahrhundert bei den Folgezuständen der Diphtherie geführt, allen voran der diphtherischen Lähmung, die im Repertorium als einzige Angabe im höchsten Grad steht. Der Gesamtbestand ist mit 22 Rubriken klein und thematisch eng auf dieses Krankheitsbild und seine Nachwirkungen bezogen.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetNosode ohne geprüftes GemütsbildZuordnung erfolgt über die Krankheitsgeschichte
Für Diphtherinum sind im Repertorium keine Gemütsangaben eingetragen. Wie viele Nosoden ist das Mittel nicht in breiter Prüfung am Gesunden entstanden, sondern aus klinischer Beobachtung und aus der Kenntnis des Krankheitsbildes heraus. Die alte Literatur, etwa bei Allen und Clarke, beschreibt in diphtherischen Verläufen eine ausgeprägte Hinfälligkeit mit Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Zustand, doch diese Schilderungen betreffen den Krankheitsverlauf und sind nicht als Mittelbild repertorisiert. Wer die Nosode erwägt, geht daher von der Vorgeschichte und den körperlichen Zeichen aus, insbesondere von den Lähmungserscheinungen und dem Zungenbefund.
Ängste: Keine Ängste überliefert, Im Repertorium nicht verzeichnet
Leitsymptome
- Im Repertorium sind keine Modalitäten verzeichnet
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Im Repertorium sind keine Modalitäten verzeichnet
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- Keine Angaben überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine Angaben überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Lähmungserscheinungen nach durchgemachter DiphtherieLandkartenzunge mit reinem Fleck in der MitteKrupphustenBeschwerden, die sich seit einer Diphtherie nicht mehr geordnet habenEntzündliche Erkrankungen des Rückenmarks
Abgrenzung
Diphtherinum wird in der Literatur in erster Linie über die Krankheitsgeschichte zugeordnet und nicht über ein eigenes Symptomenbild. Von den bei diphtherischen Zuständen klassisch genannten Mitteln unterscheidet es sich dadurch, dass diese eigene Prüfungssymptome mitbringen: Lachesis mit der Linksseitigkeit und der Verschlimmerung nach dem Schlaf, Mercurius cyanatus mit dem heftigen, rasch fortschreitenden Verlauf, Apis mellifica mit der wässrigen Schwellung, Kalium bichromicum mit dem zähen Belag. Gelsemium sempervirens steht für die nachfolgende Lähmung mit Schwere und Zittern. Diphtherinum ist eine Nosode und ersetzt keine ärztliche Behandlung; die im Repertorium überlieferte Rubrik zur Diphtherie-Vorbeugung ist ein historischer Eintrag des 19. Jahrhunderts und keine Aussage über einen Impfschutz.
Verwandte Mittel
Lachesis mutaMercurius cyanatusApis mellificaKalium bichromicumGelsemium sempervirens
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.