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Materia medica · Nr. 1370

Dichapetalum

Dicha.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Dichapetalum ist eine Gattung tropischer Sträucher, deren bekanntester Vertreter im südlichen Afrika als Gifblaar gefürchtet ist: Die Blätter enthalten Fluoressigsäure und sind für Weidevieh stark giftig. Homöopathisch ist die Pflanze nur am Rande bearbeitet. Die gesamte Datenbasis besteht aus wenigen Angaben, die geschlossen auf einen Punkt zeigen - den Zwölffingerdarm und dort gelegene Geschwüre.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über einen einzigen, eng umschriebenen örtlichen Befund beschrieben.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Eine Arzneimittelprüfung im klassischen Sinn ist für dieses Mittel nicht bekannt.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertAnspannung und Sorge, wie sie länger bestehende Magen-Darm-Beschwerden begleitenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Dichapetalum sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die Substanz ist vor allem aus der Giftkunde bekannt, nicht aus einer homöopathischen Prüfung, und die wenigen Einträge in der Datenbasis betreffen ausschließlich den Bauch. Was Menschen mit einem Zwölffingerdarmgeschwür seelisch belastet - die Anspannung, das ständige Achten auf das Essen, die Sorge vor dem nächsten Schub -, gehört zur Beschwerde selbst und ist kein geprüftes Arzneimittelbild. Die Auswahl kann sich hier allein auf den örtlichen Befund stützen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Geschwüre im Zwölffingerdarm - die tragende und praktisch einzige Angabe des Mittels
Beschwerden im Oberbauch mit ausdrücklichem Bezug auf den Zwölffingerdarm
Beschwerden des Bauches allgemein, in der Datenbasis als Oberbegriff geführt
Weitere körperliche Angaben liegen nicht vor
Verschlechterung
  • Nüchternheit und längere Essenspausen, wie bei Zwölffingerdarmgeschwüren allgemein beschrieben
  • Anspannung und unregelmäßige Mahlzeiten
Verbesserung
  • Aufnahme von Nahrung
  • Ruhe und Wärme am Bauch

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Geschwüren des Zwölffingerdarms aufgeführtIn Repertorien bei Oberbauchbeschwerden genanntIn Repertorien bei Bauchbeschwerden allgemein verzeichnet

Abgrenzung

Bei Geschwüren im Bereich von Magen und Zwölffingerdarm sind die klassischen Mittel weit besser ausgearbeitet: Kalium bichromicum mit dem punktförmig zeigbaren Schmerz, Anacardium orientale mit der Besserung durch Essen und dem Leergefühl, Argentum nitricum mit nagendem Schmerz, Blähung und Verlangen nach Süßem, Uranium nitricum mit Abmagerung und großem Durst. Dichapetalum bleibt daneben ein Randeintrag mit einer einzigen örtlichen Angabe und ohne eigenes Gesamtbild.

Verwandte Mittel

Kalium bichromicumAnacardium orientaleArgentum nitricumUranium nitricumAcidum fluoricum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.