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Materia medica · Nr. 3808

dendroaspis polylepis

dendr-pol

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Dendroaspis polylepis, die Schwarze Mamba, ist eines der jüngeren Schlangenmittel und stammt aus einer modernen Arzneiprüfung. Es gehört zu den Elapidae, jener Gruppe der Giftschlangen, die in der homöopathischen Literatur mit Lähmung, Erstickungsgefühl und plötzlichem Zusammenbruch beschrieben wird - anders als die Grubenottern, bei denen Blutung und Zersetzung im Vordergrund stehen. In OpenHomeopath liegt bislang eine einzige Rubrik vor: die Wahnidee, in einer Falle zu sitzen.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Prüfungsliteratur der Schlangenmittel beschreibt eher Zustandsbilder als Konstitutionstypen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentBeschrieben wird eine hohe innere Wachsamkeit bei nach außen ruhiger Erscheinung, die in plötzliche Erregung umschlagen kann. Die einzige verzeichnete Rubrik - das Gefühl, in einer Falle zu sitzen - passt zu dem in der Elapidae-Literatur genannten Thema der Enge, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint. Weitergehende Temperamentszüge sind nicht gesichert überliefert.

Gemütsbild

Gefühl, in einer Falle zu sitzenEnge und AusweglosigkeitWachsamkeit, die in plötzliche Erregung umschlägtBedrohungsgefühl, wie es die Schlangenmittel-Literatur beschreibt

Die einzige verzeichnete Gemütsangabe ist die Wahnidee, in einer Falle zu sitzen. In der neueren Literatur zu Schlangenmitteln wird dieses Bild mit dem Erleben eines Tieres verbunden, das flüchten möchte, aber keinen Weg hinaus sieht und deshalb angreift. Beschrieben werden Wechsel zwischen scheinbarer Ruhe und plötzlicher Heftigkeit, ein Gefühl von Eingeschlossensein und die Empfindung, überwacht oder verfolgt zu werden. Für Dendroaspis polylepis liegt keine breit abgesicherte Arzneimittelzeichnung vor; die Angaben stammen aus einer einzelnen modernen Prüfung, weshalb das Bild mit Zurückhaltung zu lesen ist.

Ängste: Furcht vor Enge und Eingeschlossensein, Furcht, keinen Ausweg zu finden

Leitsymptome

Gefühl, in einer Falle zu sitzen - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Lähmungsartige Schwäche, in der Elapidae-Literatur als Gruppenzug beschrieben
Beklemmung und Erstickungsgefühl, besonders im Bereich von Hals und Brust
Unverträglichkeit von Enge am Hals, klassisch für Schlangenmittel überliefert
Weitere körperliche Leitsymptome sind nicht gesichert überliefert
Verschlechterung
  • Enge Kleidung am Hals, in der Schlangenmittel-Literatur allgemein genannt
  • Nach dem Schlaf, als Gruppenzug der Schlangenmittel beschrieben
Verbesserung
  • Freie Luft und Bewegung
  • Weitere Modalitäten sind nicht gesichert überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Abneigungen im Repertorium verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Gefühl von Ausweglosigkeit und Eingeschlossensein - einzige RepertoriumsrubrikBeklemmungszustände mit Erstickungsgefühl, wie sie die Schlangenmittel-Literatur beschreibtLähmungsartige Schwächezustände, klassisch der Gruppe der Elapidae zugeordnet

Abgrenzung

Naja tripudians ist das bekannteste Mittel der Elapidae und durch Herzbeschwerden mit Beklemmung sowie das Gefühl vernachlässigten Unrechts gekennzeichnet. Elaps corallinus führt die Furcht vor Alleinsein und die Empfindung von Kälte im Inneren. Lachesis, eine Grubenotter, teilt die Unverträglichkeit von Enge am Hals und die Verschlimmerung nach dem Schlaf, ist aber durch Gesprächigkeit, Eifersucht und die Linksseitigkeit deutlich anders gezeichnet. Dendroaspis polylepis ist gegenüber all diesen ein junges und wenig geprüftes Mittel.

Verwandte Mittel

Naja tripudiansElaps corallinusLachesis mutaCrotalus horridusAconitum napellus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.