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Materia medica · Nr. 1342

Datura ferox

Dat-f.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Datura ferox ist ein Stechapfel-Verwandter aus der Familie der Nachtschattengewächse, der wie alle Daturen die Tropanalkaloide Hyoscyamin, Atropin und Scopolamin enthält. Vergiftungen mit diesen Pflanzen führen zu Verwirrtheit, Sinnestäuschungen und tobender Erregung — genau dies bilden die drei vorliegenden Rubriken ab: Gemüt, Delirium und Manie. Als eigenständiges Mittel ist Datura ferox kaum geprüft; das ausgearbeitete Bild dieser Pflanzengruppe trägt Datura stramonium.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin eigenes Konstitutionsbild ist für Datura ferox nicht überliefert. Was die Rubriken zeigen, ist ein akuter Zustand, kein Wesenszug: heftige Erregung mit Verlust der Besonnenheit. Solche Bilder treten plötzlich auf, oft im Fieber oder nach Erschütterungen, und klingen ebenso rasch wieder ab. Angaben zu Körperbau oder Temperament wären auf dieser Grundlage ohne Halt.

Gemütsbild

Delirium mit Verwirrung und SinnestäuschungenManie, tobende ErregungVerlust der Selbstbeherrschung im akuten Zustand

Das Gemütskapitel ist der einzige Bereich, in dem Datura ferox in der Datenbasis geführt wird, und die drei Angaben weisen alle in dieselbe Richtung: Delirium und Manie. Die toxikologische Literatur zu den Stechapfelarten beschreibt Rededrang, Schreckbilder, das Sehen von Gestalten und Tieren, Tobsucht mit ungeheurer Kraft und danach tiefe Erschöpfung. Für Datura ferox selbst liegen keine eigenen Prüfungsangaben vor; die Zuordnung beruht auf der Zugehörigkeit zur Gattung. Wer bei einem solchen Bild an ein Stechapfelmittel denkt, geht in der Regel von Datura stramonium aus, dessen Symptomatik ausführlich dokumentiert ist.

Ängste: Schreckbilder und Sinnestäuschungen im deliranten Zustand, darüber hinaus keine gesonderten Ängste in den vorliegenden Rubriken verzeichnet

Leitsymptome

Delirante Zustände mit Verwirrtheit — die kennzeichnende Zuordnung des Mittels
Manische Erregung mit Bewegungsdrang
Weite, lichtstarre Pupillen, trockene Schleimhäute und heiße Haut, wie sie die Toxikologie den Tropanalkaloiden zuschreibt, ohne Rubrikbeleg in der vorliegenden Datenbasis
Krampfhafte Zuckungen im Rahmen der Erregungszustände, ebenfalls ohne Rubrikbeleg hier
Verschlechterung
  • keine gesicherten Verschlechterungsmodalitäten in den vorliegenden Rubriken
  • für die Gattung wird Dunkelheit und Alleinsein genannt, ohne Beleg für Datura ferox
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten in den vorliegenden Rubriken
  • für die Gattung wird Licht und Gesellschaft genannt, ohne Beleg für Datura ferox

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

delirante Zustände, in Repertorien Datura ferox zugeordnetmanische ErregungszuständeVerwirrtheit mit Sinnestäuschungen

Abgrenzung

Datura stramonium ist innerhalb der Gattung das breit geprüfte und differenzierte Mittel; wer Bilder von Wut, Schreck und Sinnestäuschungen vor sich hat, greift auf dessen ausgearbeitete Symptomatik zurück. Belladonna gehört zu plötzlicher, hitziger Erregung mit rotem Gesicht und klopfenden Gefäßen, Hyoscyamus niger zu ungezügeltem, entblößendem Verhalten mit Eifersucht, Veratrum album zu Erregung mit Kälte und Zusammenbruch. Datura ferox tritt daneben allein über die Gattungszugehörigkeit ins Blickfeld und hat kein eigenes unterscheidendes Bild.

Verwandte Mittel

Datura stramoniumBelladonnaHyoscyamus nigerDatura metelVeratrum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.