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Materia medica · Nr. 1334

Cytisus laburnum

Cyt-l.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cytisus laburnum ist der Gemeine Goldregen, ein Schmetterlingsblütler mit stark giftigen Samen und Rinde. Die Vergiftungsbilder, die der Materia medica zugrunde liegen, sind vom Nervensystem geprägt: Schwindel, Benommenheit, Erbrechen und Krämpfe. Die homöopathische Datenbasis ist schmal; verzeichnet sind Schwindel sowie Beschwerden im Kopf, darunter ausdrücklich der Wasserkopf, und ein Bezug zum Auge.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Beschrieben wird das Mittel über den akuten Vergiftungs- und Reizzustand des Nervensystems, nicht über einen Konstitutionstyp.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die vier verfügbaren Rubriken betreffen Auge, Kopf und Schwindel; Gemütsrubriken sind nicht ausgewiesen. Aus den Vergiftungsberichten geht ein benommener, taumeliger Zustand hervor, ohne dass daraus ein Charakterbild abzuleiten wäre.

Gemütsbild

Benommenheit und Taumeligkeit aus den VergiftungsberichtenIn den vorliegenden Rubriken kein Gemütszeichen ausgewiesenKein eigenständiges Gemütsbild überliefert

Ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt. Was die Literatur beschreibt, stammt überwiegend aus Beobachtungen an Vergiftungen mit den Samen des Goldregens: Übelkeit und heftiges Erbrechen, blasse Haut, Schwindel bis zum Taumeln, Benommenheit und in schweren Fällen Krämpfe. Diese Zustände sind körperlich bestimmt; seelische Kennzeichen im Sinne einer Arzneimittelprüfung sind für Cytisus laburnum nicht überliefert. Das Mittel gehört damit zu den kleinen, wenig geprüften Arzneien, die man über die Wirkrichtung des Giftes und über die wenigen verzeichneten Zuordnungen erwägt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwindel; als eigenes Kapitel verzeichnet und den Vergiftungsberichten mit Taumeln entsprechend
Beschwerden im Kopf, in Repertorien ausdrücklich beim Wasserkopf aufgeführt
Ein Bezug zum Auge ist im Augenkapitel angelegt, ohne nähere Bestimmung
Aus den Vergiftungsbildern sind zusätzlich Übelkeit, heftiges Erbrechen und Krampfneigung beschrieben
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Schwindel aufgeführtBei Beschwerden im Kopf verzeichnet, ausdrücklich beim WasserkopfMit einem Bezug zum Auge im Augenkapitel genanntKlassisch den giftigen Schmetterlingsblütlern mit Wirkung auf das Nervensystem zugeordnet

Abgrenzung

Der nächste Verwandte in der Materia medica ist Cytisus scoparius, der Besenginster, der vor allem über Herz und Harnausscheidung beschrieben wird; Cytisus laburnum weist demgegenüber zum Kopf und zum Schwindel. Bei Zuständen mit Wasserkopf sind Helleborus niger mit stumpfer Teilnahmslosigkeit und langsamem Blick sowie Apis mellifica mit dem gellenden Aufschrei und der Kopfrolle klassisch weit genauer gezeichnet, ebenso Calcium carbonicum bei der konstitutionellen Anlage. Cytisus laburnum bleibt ein kleines Mittel mit vier Rubriken ohne eigene Modalitäten.

Verwandte Mittel

Cytisus scopariusHelleborus nigerApis mellificaCalcium carbonicumBaryta carbonica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.