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Materia medica · Nr. 1297

Cuprum phosphoricum

Cupr-p.

Auch: Cupr-phos.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cuprum phosphoricum verbindet das Kupfer, dessen Bild in der Homöopathie von Krampf und Zusammenziehung beherrscht wird, mit dem Phosphor, der den Knochen und dem Nervengewebe zugeordnet ist. Das kennzeichnendste Zeichen in der Datenbasis ist mit erhöhtem Grad verzeichnet: eine ausgeprägte Berührungsempfindlichkeit der Knochen, genauer der Knochenhaut. Daneben steht ein einzelner Eintrag zur Abneigung gegen Austern. Das Mittel ist wenig geprüft und findet über diese enge Gewebsbeziehung Eingang in die Repertorien.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Die Phosphorverbindungen werden allgemein dem schlanken, rasch wachsenden Typ zugeordnet; für dieses Salz ist kein eigenes konstitutionelles Bild überliefert.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Rubriken vor. Cuprum metallicum wird in der Literatur mit Verschlossenheit, innerer Anspannung und krampfartiger Zurückhaltung beschrieben, Phosphorus mit Offenheit und Mitteilsamkeit; wie sich das in der Verbindung darstellt, ist nicht geprüft. Eine Charakterisierung wäre hier nicht begründbar.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetKein geprüftes seelisches Bild für die Verbindung überliefertZüge von Kupfer und Phosphor sind nicht ohne Weiteres übertragbar

Für Cuprum phosphoricum enthält die Datenbasis nur Einträge zu den Knochen und ein Speisezeichen; Gemütsrubriken fehlen. Die Materia medica behandelt das Salz kurz und beschränkt sich auf die Knochenempfindlichkeit. Das ausgearbeitete seelische Bild der Kupferreihe, mit der Neigung zu Anspannung, Verschlossenheit und plötzlichem Umschlagen, gehört zu Cuprum metallicum und ist auf diese Verbindung nicht übertragen worden. Wer das Salz erwägt, stützt sich auf die Berührungsempfindlichkeit der Knochenhaut, die als einziger Eintrag mit erhöhtem Grad verzeichnet ist.

Ängste: In der Literatur zu diesem Mittel nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Berührungsempfindlichkeit der Knochen, mit erhöhtem Grad verzeichnet und damit das kennzeichnendste Zeichen
Berührungsempfindlichkeit besonders der Knochenhaut, in der Rubrikenkette eigens aufgeschlüsselt
Empfindlichkeit der Knochen auch bei leichtem Druck, ohne sichtbare Veränderung
Abneigung gegen Austern, in den Allgemeinrubriken unter den Speisen verzeichnet
Neigung zu Krampfempfindungen, wie sie für die Kupferreihe allgemein beschrieben wird
Verschlechterung
  • Berührung und Druck auf die Knochen, in den Rubriken doppelt verzeichnet
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine weiteren Modalitäten verzeichnet
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
  • Die für Cuprum metallicum beschriebene Besserung durch kaltes Trinken ist auf dieses Salz nicht übertragen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
  • Die einzige Speiserubrik des Mittels betrifft eine Abneigung, nicht ein Verlangen
Abneigung
  • Abneigung gegen Austern, in den Allgemeinrubriken als eigener Eintrag geführt
  • Weitere Speiseabneigungen sind für dieses Salz nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Berührungsempfindlichkeit der Knochen und der Knochenhaut, in Repertorien mit erhöhtem Grad aufgeführtKnochenschmerzen, die schon auf leichten Druck ansprechenBeschwerden mit Beteiligung der KnochenhautAbneigung gegen Austern als begleitendes SpeisezeichenKrampfartige Beschwerden im Rahmen der Kupferbeziehung

Abgrenzung

Für Schmerzen und Empfindlichkeit der Knochenhaut sind Ruta graveolens, Symphytum officinale und Mezereum die klassisch zugeordneten und weit besser belegten Mittel: Ruta bei Zerschlagenheitsgefühl nach Überanstrengung, Symphytum nach Knochenverletzungen, Mezereum bei nächtlichen Knochenschmerzen der langen Röhrenknochen. Cuprum metallicum trägt das vollständige Krampfbild der Kupferreihe, Calcarea phosphorica die Knochenbeziehung des Phosphors mit Wachstumsbeschwerden. Cuprum phosphoricum kommt erst nach diesen in Betracht und ist praktisch vor allem über die Rubrik der Knochenempfindlichkeit auffindbar.

Verwandte Mittel

Cuprum metallicumCalcarea phosphoricaRuta graveolensMezereumSymphytum officinale

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.