Cuprum metallicum ist das homöopathisch aufbereitete Kupfer und gilt in der klassischen Materia medica als eines der großen Krampfmittel. Die Repertorien führen es in hohem Grad bei krampfartigen, zuckenden und zusammenschnürenden Zuständen aller Muskelgebiete – von Wadenkrämpfen über Bauchkoliken bis zu Krampfhusten und konvulsiven Anfällen. Charakteristisch ist der Wechsel von heftiger Anspannung und plötzlichem Zusammenbrechen mit Blaufärbung und kaltem, kleinem Puls.
Konstitution
Gemütsbild
innere Verkrampfung und Zurückhalten bis zum plötzlichen Ausbruchnervöse Ruhelosigkeit bei gleichzeitiger ErschöpfungErschrecken und SchreckfolgenZurückgezogenheit und Widerstand gegen Berührung
Die Materia medica beschreibt ein Gemüt, das lange zusammenhält und dann anfallsartig entlädt: Schreien, heftige Bewegungen, Zorn, danach Erschöpfung und Teilnahmslosigkeit. Berührung und Trost werden abgelehnt, jeder Reiz von außen kann einen Anfall auslösen. Nach Schreck oder unterdrückten Gefühlen und Hautausschlägen können nach klassischer Auffassung krampfartige Zustände folgen; die Rubrik Konvulsionen durch Schreck ist entsprechend vertreten. Geistige Anstrengung verschlechtert deutlich und führt in einen Zustand von Leere und Schwäche. Insgesamt zeichnen die Rubriken ein Bild von Übererregbarkeit auf dem Boden großer Erschöpfung.
Ängste: Angst nach Schreck und vor plötzlichen Sinneseindrücken, Angst vor Kontrollverlust während der krampfartigen Zustände, Furcht vor Berührung und Annäherung
Leitsymptome
- Berührung
- vor und während der Menses
- Erbrechen
- Weinen
- Neumond
- geistige Anstrengung
- kalte Getränke, besonders beim Husten
- Trinken während des Frostes
- Schweiß (während des Schwitzens lassen die Beschwerden nach)
- Druck auf die Stirn bei dumpfem Kopfschmerz
Verlangen und Abneigungen
- kalte Getränke, die auch die Beschwerden bessern
- in der Literatur wird zeitweise Verlangen nach kaltem Wasser genannt
- Zu ausgeprägten Nahrungsabneigungen liegen in den vorliegenden Rubriken keine hochgradigen Angaben vor
- beschrieben wird ein süßlicher, metallischer Geschmack im Mund, der die Nahrungsaufnahme stören kann
In Repertorien häufig zugeordnet
krampfartige Zustände der Skelettmuskulatur, Waden- und FingerkrämpfeKeuchhusten und spasmodischer, erstickender HustenBauch- und Magenkoliken mit Zusammenziehenkonvulsive Zustände und choreatische BewegungsunruheKollapszustände mit Blaufärbung, Kälte und kaum fühlbarem PulsBeschwerden nach unterdrückten Ausschlägen oder Absonderungen
Abgrenzung
Von Veratrum album unterscheidet sich Cuprum durch die im Vordergrund stehende Krampfkomponente; bei Veratrum überwiegen Kollaps mit kaltem Schweiß, heftiges Erbrechen und Durchfall gleichzeitig. Nux vomica hat ebenfalls Krämpfe, jedoch mit Reizbarkeit, Überempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke und deutlichem Bezug zu Genussmitteln. Plumbum zeigt Koliken mit eingezogenem Bauch und Lähmungen, wo Cuprum die Zusammenziehung mit Blaufärbung und Kälte in den Vordergrund stellt.
Verwandte Mittel
Nux vomicaPlumbum metallicumVeratrum albumBelladonnaCamphoraHepar sulphuris calcareum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.