HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 1267

Cryptopinum

Cryp.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cryptopinum ist die homöopathische Zubereitung des Kryptopins, eines der Nebenalkaloide des Opiums. Wie die übrigen Opiumalkaloide gehört es zu den Mitteln mit Bezug zum Nervensystem. Die vorliegende Datenbasis ist außerordentlich schmal und weist geschlossen in eine Richtung: verzeichnet sind ausschließlich Beschwerden im Kopfinneren, näher bestimmt als Bereich des Gehirns und seiner Häute, und zwar im mittleren Grad.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Cryptopinum ist kein durchgeprüftes Mittel, sondern ein Einzelalkaloid, das über seinen Stoffcharakter und wenige Zuordnungen erschlossen wird.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor. Die vier verfügbaren Rubriken stammen sämtlich aus dem Kapitel Kopf innerer; Gemütsrubriken fehlen vollständig.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenKein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Cryptopinum ist kein Gemütsbild ausgearbeitet. Anders als das Gesamtmittel Opium, das mit Benommenheit, Schrecklähmung und einem eigentümlichen Fehlen von Beschwerdegefühl breit beschrieben ist, liegt für dieses einzelne Alkaloid keine Arzneimittelprüfung vor, aus der sich seelische Kennzeichen ableiten ließen. Die verfügbaren Angaben beschränken sich auf die Lokalisation im Kopfinneren. Wer das Mittel erwägt, tut dies über diese Lokalisation und über die Zugehörigkeit zur Gruppe der Opiumalkaloide, nicht über ein Charakterbild. Alles Weitere wäre an dieser Stelle Zuschreibung ohne Grundlage.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden im Kopfinneren; in Repertorien im mittleren Grad und damit als höchstbewertete Angabe des Mittels aufgeführt
Die Lokalisation ist ausdrücklich als tief im Gehirn gelegen bezeichnet
Ausdrücklich verzeichnet ist der Bezug zu den Hirnhäuten
Klassisch der Gruppe der Opiumalkaloide mit Bezug zum Nervensystem zugeordnet
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Beschwerden im Kopfinneren aufgeführtBei Beschwerden mit Bezug zum Gehirn verzeichnetBei Beschwerden mit Bezug zu den Hirnhäuten genanntKlassisch den Opiumalkaloiden mit Wirkung auf das Nervensystem zugeordnet

Abgrenzung

Von den Mitteln des Opiumkreises ist Opium selbst mit Benommenheit, geröteter Hitze des Gesichts und der Folge von Schreck weitaus genauer beschrieben, Morphinum mit Überempfindlichkeit und Unruhe, Codeinum mit Reizhusten und Juckreiz. Bei entzündlichen Zuständen im Bereich der Hirnhäute sind Belladonna, Apis mellifica und Helleborus niger als ausgearbeitete Mittel überliefert. Cryptopinum bleibt demgegenüber ein Einzelalkaloid mit vier Rubriken und ohne charakterisierende Modalitäten; eine Unterscheidung anhand eigener Kennzeichen ist nicht möglich.

Verwandte Mittel

OpiumMorphinumCodeinumBelladonnaHelleborus niger

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.