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Materia medica · Nr. 1265

Croton chloralum

Crot-chlol.

Auch: Croto-chlol.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Croton chloralum, in älteren Werken als Croton-Chloral geführt, gehört chemisch zur Reihe der Chloralverbindungen und war im 19. Jahrhundert als schmerzstillendes und betäubendes Mittel gebräuchlich. Trotz des Namens ist es nicht mit dem Krotonölstrauch Croton tiglium zu verwechseln. Die Datenbasis führt es geschlossen bei neuralgischen, also nervenbezogenen Schmerzen und im klinischen Kapitel bei Empfindungslosigkeit.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über seinen engen Bezug zum neuralgischen Schmerz beschrieben, nicht über einen Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die Verbindung stammt aus der Arzneistoffgeschichte der Betäubungsmittel und wurde nie umfassend geprüft.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertErschöpfung und Zermürbung durch wiederkehrende SchmerzanfälleIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Croton chloralum sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die alten Quellen beschreiben die Substanz über ihre betäubende Wirkung auf Nerven und Empfindung, nicht über ein seelisches Bild. Was Menschen mit anfallsweise einschießenden Gesichtsschmerzen belastet - die Anspannung zwischen den Anfällen, die Scheu vor Berührung und Zugluft -, gehört zur Beschwerde selbst und ist kein geprüftes Arzneimittelbild. Die Auswahl stützt sich deshalb auf die Schmerzcharakteristik und auf die Angabe zur Empfindungslosigkeit.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Neuralgische Schmerzen - die tragende Angabe des Mittels; die alten Quellen nennen vor allem den Gesichtsnerv
Schmerzen mit anfallsartigem Verlauf, einschießend und plötzlich einsetzend
Empfindungslosigkeit und Betäubung, im klinischen Kapitel der Datenbasis ausdrücklich verzeichnet
Taubheitsgefühl im schmerzhaften Gebiet nach dem Nachlassen des Anfalls
Verschlechterung
  • Berührung des schmerzhaften Gebietes und Zugluft, wie bei Gesichtsneuralgien allgemein beschrieben
  • Kauen und Sprechen
Verbesserung
  • Ruhe und Wärme
  • Vermeiden von Berührung und Erschütterung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei neuralgischen Schmerzen aufgeführtIn Repertorien bei Gesichtsneuralgie genanntIn Repertorien bei Empfindungslosigkeit und Betäubungsgefühl verzeichnetIn Repertorien bei allgemeinen Schmerzzuständen geführt

Abgrenzung

Spigelia anthelmia ist bei linksseitiger Gesichtsneuralgie mit stechendem, zum Auge ziehendem Schmerz weit besser ausgearbeitet. Magnesia phosphorica zeigt blitzartige, krampfartige Nervenschmerzen mit deutlicher Besserung durch Wärme und Druck. Verbascum thapsus wird bei Schmerz im Jochbein und Unterkiefer beschrieben, oft mit Auslösung durch Zugluft. Croton chloralum bleibt daneben ein kleines, historisch begründetes Mittel ohne eigenes Gesamtbild; Croton tiglium ist eine andere Arznei mit Schwerpunkt auf Haut und Durchfall.

Verwandte Mittel

Spigelia anthelmiaMagnesia phosphoricaVerbascum thapsusChloralum hydratumAconitum napellus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.