Crocus sativus, der Safran, ist in den Repertorien durch zwei auffallende Züge gekennzeichnet: dunkles, zähes, fadenziehendes Blut bei jeder Art von Blutung und die Empfindung, es bewege sich etwas Lebendiges im Bauch. Im Gemüt beschreibt die klassische Materia medica einen raschen Wechsel der Stimmung — von herzlicher Zuneigung und Singen zu plötzlicher Gereiztheit. Das Mittel wird klassisch Frauenbeschwerden und Zuständen während der Schwangerschaft zugeordnet.
Konstitution
Gemütsbild
Rascher, unvermittelter StimmungswechselÜberschwängliche Herzlichkeit, küsst jedenUnwillkürliches Singen, auch im SchlafLeichtes Beleidigtsein und abendliche GereiztheitGeistige Symptome wechseln mit körperlichen
Die Rubriken zeichnen ein Bild raschen Wechsels: Lachen, Singen, Geschwätzigkeit und ein herzliches, fast zärtliches Auftreten stehen neben Reizbarkeit, Beleidigtsein und abendlichem Zorn. Kindisches Benehmen wird ebenso genannt wie unwillkürliches Singen. Die klassische Materia medica hebt hervor, dass der Übergang zwischen den Zuständen ohne erkennbaren Anlass geschieht und für die Umgebung überraschend kommt. Auffallend ist außerdem, dass Weinen die körperlichen Beschwerden verschlimmert. In der Literatur wird zudem die Wahnidee genannt, sterben zu müssen.
Ängste: Vorstellung, sterben zu müssen, Ängstliche Unruhe im Wechsel mit Ausgelassenheit
Leitsymptome
- Warmes Zimmer
- Helles und künstliches Licht
- Weinen
- Linke Körperseite und morgens
- Frische Luft, Verlangen danach
- Dunkelheit
- Bewegung im Freien
Verlangen und Abneigungen
- Verlangen nach frischer Luft
- In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen
- Abneigung gegen warme, stickige Räume
- Unverträglichkeit von hellem und künstlichem Licht
In Repertorien häufig zugeordnet
Blutungen mit dunklem, fadenziehendem Blut, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtGebärmutterblutungen zwischen den Perioden und im KlimakteriumBeschwerden während der SchwangerschaftZustände mit raschem StimmungswechselNasenbluten
Abgrenzung
Ipecacuanha zeigt ebenfalls Blutungen, dort jedoch hellrot und mit anhaltender Übelkeit, während Crocus dunkles, zähes Blut kennzeichnet. Sabina blutet hellrot und in Schüben mit Kreuzschmerz zum Schambein hin. Ignatia teilt den raschen Stimmungswechsel, gründet ihn aber auf Kummer und Enttäuschung; bei Crocus wirkt der Wechsel spielerisch und ohne erkennbaren Anlass.
Verwandte Mittel
IpecacuanhaSabinaIgnatiaChina officinalisTarantula hispanica
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.