Corydalis formosa, im amerikanischen Sprachgebrauch Turkey Corn genannt und botanisch heute meist als Dicentra canadensis geführt, ist ein Erdrauchgewächs Nordamerikas. Die Eklektiker des 19. Jahrhunderts schätzten die Knollen als sogenanntes Blutreinigungsmittel, und in dieser Tradition steht auch der homöopathische Gebrauch. Die Repertorien führen das Mittel bei Geschwüren der Haut, bei skrofulösen und syphilitischen Zuständen sowie bei Entzündung des Magens auf. Das Bild ist knapp und ganz auf die Ebene chronischer Zerfalls- und Geschwürsprozesse gerichtet.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Literatur beschreibt das Mittel als körperlich orientiertes KonstitutionsmittelKein ausgearbeitetes seelisches Bild überliefert
Corydalis formosa ist in den Quellen ein Mittel der chronischen Gewebszustände und kein durchgezeichnetes Gemütsmittel. Die Datenbasis verzeichnet keine einzige Rubrik zum Gemüt. Die eklektischen Autoren des 19. Jahrhunderts empfahlen die Pflanze bei langwierigen Haut- und Drüsenleiden und bei Zuständen, die man damals als skrofulös oder syphilitisch bezeichnete; sie richteten ihr Augenmerk auf Ernährungszustand, Haut und Schleimhäute. Ein seelisches Bild aus verwandten Mitteln zu ergänzen wäre nicht belegt. Belastbar bleiben die wenigen körperlichen Angaben.
Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
- Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche, nicht deren Umstände
- In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Chronische HautgeschwüreSkrofulöse Zustände mit DrüsenschwellungenChronische Folgezustände syphilitischer Erkrankungen, wie sie die ältere Literatur beschreibtMagenentzündungLangwierige Hautleiden bei geschwächtem Allgemeinzustand
Abgrenzung
Für skrofulöse und syphilitische Zustände sind Mercurius solubilis, Kalium iodatum und Aurum metallicum die klassisch zugeordneten und weit besser belegten Mittel; Hydrastis canadensis teilt die Zuordnung zu Geschwüren der Schleimhäute und zu herabgekommenen Zuständen. Stillingia sylvatica und Phytolacca decandra stehen Corydalis formosa als amerikanische sogenannte Blutreinigungsmittel am nächsten und wurden für dieselben Zustände empfohlen. Corydalis formosa bleibt demgegenüber ein Randmittel mit sehr schmaler Prüfungsgrundlage.
Verwandte Mittel
Stillingia sylvaticaPhytolacca decandraMercurius solubilisKalium iodatumHydrastis canadensis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.