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Materia medica · Nr. 1252

Corydalis formosa

Cory.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Corydalis formosa, im amerikanischen Sprachgebrauch Turkey Corn genannt und botanisch heute meist als Dicentra canadensis geführt, ist ein Erdrauchgewächs Nordamerikas. Die Eklektiker des 19. Jahrhunderts schätzten die Knollen als sogenanntes Blutreinigungsmittel, und in dieser Tradition steht auch der homöopathische Gebrauch. Die Repertorien führen das Mittel bei Geschwüren der Haut, bei skrofulösen und syphilitischen Zuständen sowie bei Entzündung des Magens auf. Das Bild ist knapp und ganz auf die Ebene chronischer Zerfalls- und Geschwürsprozesse gerichtet.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden herabgekommene, blasse Menschen mit schlechtem Ernährungszustand und geschwollenen Lymphknoten, wie sie die ältere Literatur unter dem Begriff der skrofulösen Konstitution zusammenfasste.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Rubriken vor. Die eklektische und die frühe homöopathische Literatur beschreiben Corydalis formosa als Mittel der langsam zehrenden, chronischen Zustände; das Gemütsbild wurde dabei nicht ausgearbeitet. Wer das Mittel erwägt, geht vom Allgemeinbefund und vom Zustand der Haut und Schleimhäute aus, nicht vom seelischen Bild.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Literatur beschreibt das Mittel als körperlich orientiertes KonstitutionsmittelKein ausgearbeitetes seelisches Bild überliefert

Corydalis formosa ist in den Quellen ein Mittel der chronischen Gewebszustände und kein durchgezeichnetes Gemütsmittel. Die Datenbasis verzeichnet keine einzige Rubrik zum Gemüt. Die eklektischen Autoren des 19. Jahrhunderts empfahlen die Pflanze bei langwierigen Haut- und Drüsenleiden und bei Zuständen, die man damals als skrofulös oder syphilitisch bezeichnete; sie richteten ihr Augenmerk auf Ernährungszustand, Haut und Schleimhäute. Ein seelisches Bild aus verwandten Mitteln zu ergänzen wäre nicht belegt. Belastbar bleiben die wenigen körperlichen Angaben.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Geschwüre der Haut, in den Hautrubriken als eigener Eintrag geführt
Skrofulose, also die ältere Bezeichnung für chronische Drüsen- und Hautleiden bei geschwächtem Allgemeinzustand
Syphilitische Zustände, ein Schwerpunkt, den das Mittel mit den alten sogenannten Blutreinigungsmitteln teilt
Entzündung des Magens, die einzige Angabe aus dem Verdauungsbereich
Langwierige, schlecht heilende Geschwürsprozesse an Haut und Schleimhäuten
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis nennt nur die betroffenen Bereiche, nicht deren Umstände
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronische HautgeschwüreSkrofulöse Zustände mit DrüsenschwellungenChronische Folgezustände syphilitischer Erkrankungen, wie sie die ältere Literatur beschreibtMagenentzündungLangwierige Hautleiden bei geschwächtem Allgemeinzustand

Abgrenzung

Für skrofulöse und syphilitische Zustände sind Mercurius solubilis, Kalium iodatum und Aurum metallicum die klassisch zugeordneten und weit besser belegten Mittel; Hydrastis canadensis teilt die Zuordnung zu Geschwüren der Schleimhäute und zu herabgekommenen Zuständen. Stillingia sylvatica und Phytolacca decandra stehen Corydalis formosa als amerikanische sogenannte Blutreinigungsmittel am nächsten und wurden für dieselben Zustände empfohlen. Corydalis formosa bleibt demgegenüber ein Randmittel mit sehr schmaler Prüfungsgrundlage.

Verwandte Mittel

Stillingia sylvaticaPhytolacca decandraMercurius solubilisKalium iodatumHydrastis canadensis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.