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Materia medica · Nr. 1249

Cortisonum

Cortiso.

Auch: cortison

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cortisonum ist die homöopathische Zubereitung des Nebennierenrindenhormons Cortison. Es zählt zu den Mitteln aus arzneilich verwendeten Stoffen, wie sie in der neueren Homöopathie vor allem im Zusammenhang mit vorangegangener Behandlung mit demselben Stoff besprochen werden. Die wenigen vorliegenden Rubriken zeichnen zwei Linien: allergische Reaktionsbereitschaft im höheren Grad sowie Knochenbrüchigkeit, dazu eine auffällige Verlangsamung im Gemüt.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die Literatur beschreibt Cortisonum vorwiegend bei Menschen, deren Gewebe erschöpft oder aufgeschwemmt wirkt und deren Regulationsfähigkeit als herabgesetzt beschrieben wird; belastbare Angaben zum Körperbau fehlen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie einzige verzeichnete Gemütsrubrik ist Langsamkeit. Beschrieben wird ein gedämpftes, schwerfälliges Wesen: Reaktionen kommen verzögert, Antworten brauchen Zeit, der Antrieb wirkt gebremst. Weitere Temperamentszüge sind aus der schmalen Datenbasis nicht abzuleiten.

Gemütsbild

Langsamkeit in Denken und ReagierenGedämpfter, gebremster AntriebEingeschränkte Reaktionsfähigkeit des Organismus insgesamt

Das Gemütsbild ist mit einer einzigen Rubrik sehr knapp: Langsamkeit. Sie fügt sich in das Gesamtbild eines Mittels, das mit gedämpfter Reaktion in Verbindung gebracht wird. Die Literatur der neueren Homöopathie beschreibt Zustände, in denen der Organismus nach längerer Einwirkung entzündungshemmender Hormone nicht mehr recht antwortet: Beschwerden verlaufen stiller, aber auch zäher, und der Mensch selbst wirkt matt und verlangsamt. Ein durchgezeichnetes seelisches Bild mit Ängsten und Wahnideen, wie es für die geprüften Polychreste vorliegt, ist für Cortisonum nicht überliefert. Es ist ein Mittel mit schmaler Datenbasis, das aus dem Stoff und aus klinischen Beobachtungen heraus verstanden wird.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Allergische Reaktionsbereitschaft; in Repertorien im mittleren Grad und damit als höchstbewertete Angabe des Mittels aufgeführt
Brüchigkeit der Knochen mit Verlust an Knochendichte ist als klinische Zuordnung verzeichnet
Langsamkeit als körperlich spürbare Verzögerung von Reaktion und Antrieb
Klassisch besprochen im Zusammenhang mit Zuständen, in denen die Eigenregulation nach längerer Hormoneinwirkung gedämpft erscheint
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei allergischer Reaktionslage aufgeführtBei verminderter Knochendichte und Knochenbrüchigkeit im klinischen Kapitel verzeichnetBei auffälliger Verlangsamung im Gemütskapitel genanntKlassisch besprochen bei Zuständen nach längerer Einwirkung entzündungshemmender Hormone

Abgrenzung

Von den geprüften Nebennierenmitteln ist Adrenalinum vor allem über Kreislauf und Erregung beschrieben, während Cortisonum die gedämpfte, verlangsamte Seite zeigt. Bei allergischer Reaktionslage sind Apis mellifica mit brennender Schwellung und Besserung durch Kälte sowie Arsenicum album mit Unruhe und Brennen deutlich schärfer gezeichnet. Bei Knochenbrüchigkeit stehen Calcium phosphoricum und Silicea mit ausgearbeitetem Konstitutionsbild zur Verfügung. Cortisonum bleibt ein Mittel mit sehr schmaler Datenbasis, das in erster Linie über den Stoff selbst und die verzeichneten klinischen Zuordnungen erwogen wird.

Verwandte Mittel

AdrenalinumArsenicum albumApis mellificaCalcium phosphoricumSiliceaThyreoidinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.