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Materia medica · Nr. 1245

Cornus sericea

Corn-s.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cornus sericea, der Seidige Hartriegel oder Rote Hartriegel Nordamerikas, gehört zu der kleinen Gruppe von Cornus-Arten, die von amerikanischen Homöopathen des 19. Jahrhunderts geprüft wurden. Die Rinde war in der Volksmedizin Nordamerikas als bitteres Fiebermittel gebräuchlich. In der Datenbasis ist das Mittel ausschließlich über die Haut der Beine erfasst: bläschenförmiger Ausschlag an den unteren Gliedmaßen mit weißen Bläschen und rotem Randsaum. Das Bild ist damit sehr schmal und beruht auf wenigen Prüfungsangaben.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Die amerikanischen Prüfungen der Cornus-Arten nennen keinen kennzeichnenden Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Angaben vor. Die überlieferten Prüfungsberichte der Cornus-Arten beschreiben überwiegend Fieberzustände, Schläfrigkeit und Hautveränderungen; ein seelisches Bild wurde nicht ausgearbeitet. Wer das Mittel erwägt, geht daher vom Hautbefund und nicht vom Gemüt aus.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Prüfungsberichte der Gattung nennen Schläfrigkeit und MattigkeitKein ausgearbeitetes seelisches Bild überliefert

Zum Gemüt von Cornus sericea führt die Datenbasis keine einzige Rubrik. Die älteren amerikanischen Berichte zur Gattung Cornus erwähnen im Zusammenhang mit den Fieberprüfungen eine auffallende Schläfrigkeit und Abgeschlagenheit, ohne dass daraus ein seelisches Bild entwickelt worden wäre. Ein Ausbau mit Themen, die von anderen Mitteln übernommen wären, verbietet sich hier. Belastbar ist allein der Hautbefund. Cornus sericea ist ein Randmittel, das in der Praxis fast ausschließlich über die Bläschenbildung an den Beinen in Betracht kommt.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Bläschenausschlag an den unteren Gliedmaßen, die am genauesten aufgegliederte Angabe des Mittels
Weiße Bläschen mit rotem Randsaum, ein für das Mittel eigentümlich beschriebenes Kennzeichen
Hautausschlag der Beine allgemein, ohne nähere Kennzeichnung
In den älteren Berichten der Gattung außerdem Schläfrigkeit und Mattigkeit im Fieberverlauf
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis beschränkt sich auf die Beschreibung des Ausschlags
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Bläschenförmige Hautausschläge an den BeinenWeiße Bläschen mit gerötetem RandHautausschläge der unteren Gliedmaßen allgemeinIn der älteren Literatur der Gattung außerdem Wechselfieber mit Schläfrigkeit

Abgrenzung

Cornus circinata und Cornus florida sind die geprüfteren Vertreter derselben Gattung und werden klassisch dem Wechselfieber zugeordnet, Cornus alternifolia der Verbindung von Wechselfieber und Ekzem. Für bläschenförmige Ausschläge mit klarer Füllung sind Rhus toxicodendron, Croton tiglium und Ranunculus bulbosus die weit besser belegten Mittel; bei Bläschen mit rotem Hof kommt zusätzlich Apis mellifica in Betracht. Cornus sericea bleibt demgegenüber ein Randmittel mit sehr schmaler Datenbasis.

Verwandte Mittel

Cornus circinataCornus floridaCornus alternifoliaRhus toxicodendronCroton tiglium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.