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Materia medica · Nr. 1244

Cornus florida

Corn-f.

In 39 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Cornus florida, der Amerikanische Blumen-Hartriegel, ist in der amerikanischen Materia medica als Fiebermittel eingeführt worden - die Rinde galt als heimischer Ersatz für die Chinarinde. Das Repertorium zeichnet ein Wechselfieber mit ausgeprägtem Frost, Schweiß ohne Durst und eingeklemmten Blähungen. Charakteristisch ist die Schlafhaltung mit ausgestreckten Beinen.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden geschwächte, oft gelblich verfärbte Menschen nach durchgemachten Wechselfiebern, mit Verdauungsschwäche und Blähungsneigung.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Gemüt liegen im Datenbestand keine Rubriken vor. Das Mittel wird über den Fieberverlauf und die Verdauung erschlossen. Ein Temperamentsbild ist in der Literatur nicht ausgearbeitet und wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittel wird über Fieber und Verdauung erschlossen

Zu Cornus florida liegen im vorliegenden Datenbestand keine Gemütsangaben vor. Die klassische amerikanische Materia medica führt das Mittel als Fiebermittel und beschreibt es fast ausschließlich über den Verlauf von Frost, Hitze und Schweiß sowie über die Verdauung; ein Gemütsbild wurde nicht ausgearbeitet. Es wird hier daher auch nicht ergänzt. Wer das Mittel erwägt, geht vom Fieberverlauf aus: dem starken Frost mit Durst, der Hitze und dem Schweiß ohne Durst. Für ein durchgezeichnetes Gemütsbild bei Wechselfiebern verweist die Literatur üblicherweise auf China officinalis, Arsenicum album oder Natrium muriaticum.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Wechselfieber mit ausgeprägtem Frost und begleitenden Beschwerden während des Frostes - der Schwerpunkt des Mittels
Schweiß ohne Durst, während der Frost mit Durst einhergeht - dieser Gegensatz ist bezeichnend
Eingeklemmte Blähungen, die nicht abgehen; kneifende, zusammenziehende Bauchschmerzen, bei Bewegung schlimmer
Beschwerden der rechten Brustseite; Lungenentzündung wird klinisch geführt
Bläuliche Hautverfärbung, daneben gelbliche Verfärbung im Sinne einer Gelbsucht
Kopfschmerz vor dem Frost und während der Hitze; Hitzewallungen vom Magen ausgehend; Verdauungsschwäche
Verschlechterung
  • Bewegung (kneifende Bauchschmerzen)
  • Während des Frostes und während der Hitze (Kopfschmerz)
  • Anfallsweise wiederkehrende Fieberzeiten
Verbesserung
  • Ruhe, entsprechend der Verschlechterung durch Bewegung
  • Ausgestreckte Lage der Beine im Schlaf, die das Repertorium ausdrücklich verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Durst während des Frostes, nicht jedoch beim Schweiß
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Wechselfieber mit starkem FrostSchweiß ohne DurstEingeklemmte Blähungen mit kneifenden BauchschmerzenVerdauungsschwächeFieberhafte Beschwerden der rechten BrustseiteGelbliche Hautverfärbung nach Fieberzuständen

Abgrenzung

China officinalis ist das große Mittel der Wechselfieber und der Schwäche nach Säfteverlusten; es teilt die Blähungsneigung, tritt aber mit der bekannten Berührungsempfindlichkeit und der genauen Periodizität hervor. Eupatorium perfoliatum zeigt das Wechselfieber mit dem kennzeichnenden Knochenschmerz, als seien die Knochen zerbrochen. Cornus circinata ist der nächste Verwandte innerhalb der Gattung und wird stärker über Mund- und Magenbeschwerden mit weiß belegter Zunge geführt.

Verwandte Mittel

China officinalisEupatorium perfoliatumCornus circinataNux vomicaArsenicum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.